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Und  was  wir  denn  geworden  sind,  das  wurden  wir
durch  uus!  Keine  Beimischung  von  Holländischem  Blute
war  noͤthig,  um  den  Hannoͤverischen  Landmann  stillefleißig
zu  machen.  Daher  war  es  aber  auch  noch  1786,  eine
Preisaufgabe,  wie  man  ihn  zur  Reinlichkeit  gewöhnen  könne.
Keine  Beimischung  von  Franzdsischem  Blute  machte  ihn
erfindsam  und  munter.  Daher  blieb  aber  unaufbörliche
Wirksamkeit  der  weisesten  Regierung  nothwendig,  was  an
Veredlung  mit  fremdem  Blute  fehlte,  durch  sanfte  zweckmäßige
Erziehung  allmälig  zu  ersetzen.  Unter  allen  unseren  Staatsreformatoren
  war  kein  einziger  Fremdling.  Daher  drang
auch  keine  Staatsreformation  bis  zur  völligen  Umformung
der  Urbildung  des  Staats.  Die  wichtigsten  Veränderungen
des  Staats,  bei  deren  Ausführung  der  Fremdling  kein  Familieninteresse
  geschont,  keine  Prätension  irgend  eines  Standes
geachtet  hätte,  wurden  so  langsam  vorbereitet,  so  leise  und
sittiglich  ausgeführt,  daß  auf  dem  langen  Wege  der  Ausfübrung
  ein  Theil  des  auszuföhrenden  bald  verloren  zu  gehen
schien,  bald  vielleicht  nur  dem  Auge  des  halberfahrenen
Forschers  minder  sichtbar  zu  werden  scheint.

Trifft  demnach  jene  erste  Periode  der  Regierung  Georg
Wilhelms  irgend  ein  Tadel,  blieb  irgend  ein  Wunsch  unerfüllt,
  so  war's  nur  in  Ansehuug  einer  großen  Kirchenreforme,
die  der  alte  Canzler,  der  alle  Schwierigkeit  einer  Kirchenreformation
  kannte,  unausgeführt  ließ,  und  der  junge  Herzog,
den  Reisen  und  Soldaten  mehr  freuten  als  neue  Gesangbücher
  und  bessere  Predigeranstalten,  gar  nicht  anzufangen.
Lust  hatte.  Wie  schleppte  man  sich  seit  der  ersten  Reformation
  und  seit  Herzog  Julius  Zeit  mit  alten  papistischen
Ueberbleibseln.  Wie  viel  Heiligkeitsschein  war  selbst  auch
durch  laug  fortgesetzte  Toleranz  der  alten  Papismusreliquie