161

niessen  einen  Theil  dieses  laͤngst  erwarteten  Segens  unsere
Mitbuͤrger  im  Luͤneburgischen,  schon  ist  der  allgemeine
Segen,  den  sich  dort  Jakobi  erwarb,  die  reizendste  Ermunterung
  auch  des  bedächtigsien  Nachfolgers,  und  nie  sind  wir
noch  in  irgend  einer  allgemeinen  Veränderung,  nicht  bei
Luthers  Reformation,  nicht  bei  einzelnen  epochenweise  folgenden
  Vollendungen  derselben,  die  ganz  letzten  gewesen,  denen
das  Licht  aufgieng.

Welcher  auserwählten  Schaar  der  trefflichsien  Religionslehrer
  wir  künftig  noch  entgegensehen,  wenn  sogleich  unter
denen,  welche  aus  der  Schule  zur  Universität  eilen,  große
Auswahl  gehalten,  jener  Strom  ungebildeter  Jünglinge,  der
aus  den  niedrigsten  Volksclassen  der  Kirche  zuströmt,  noch
ehe  er  die  Universität  erreicht,  unpartheiisch  geläutert,  bessere
Kôpfe  ermuntert,  und  durch  weise  Stufen  von  Beförderung
als  Beispiele  der  Nacheiferung  aufgestellt  werden.

Welches  christlichedlere  Geschlecht,  als  wir  selbst  sind,
muß  aus  unsern  Kindern  werden,  wenn  endlich  doch  einmal
jedes  bisher  noch  geduldete,  schädliche  Herkommen  der  Erziehung
  völlig  abgethan  seyn  wird,  wenn  Gottes  Wort!
nicht  mehr  zur  Buchsiabirübung  des  Kindes  dienen  muß,
daß  nicht  mehr  gleich  die  zarte  Jugend  gegen  Wort
und  Inhalt  des  heiligsten  Buchs  fähllos  und  durch
nachfolgende  Uebersättigung  noch  fählloser  gemacht  wird,
wenn  jene  treffliche  Vereinigung  von  Arbeit=  und  Lernschulen,
  deren  gelungensie  Musier  wir  im  einzelnen  haben,  cinst
noch  allgemein  eingeführt,  und  für  die  zweckmäßige  Bildung
jenes  wichtigen  Mittelstandes,  der  Lateinische  Gelehrsamkeit
nicht  nöthig  hat,  und  mie  der  gewöhnlichen  allgemeinen  Aufklärung

  des  großen  Haufens  unmöglich  zufrieden  bleiben
Sxittler's  fämmtl.  Werke.  VII.  Vo.  11