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sandtschaft,  denn  schon  Herzog  Georg  wollte  die  Bemerkung
gemacht  haben,  daß  schnelle  und  klare  Negociation  selten
durch  sie  gewinne.  Den  Canzler  und  Vicecanzler  ausgenommen
  kam  nie  mehr  ein  Doctor  in  den  Geheimenrath,  und
wahrscheinlich.  würde  auch  dieser  als  Justigchef  noch  früher
aus  dem  Geheimenrathe  verschwunden  seyn,  wenn  nicht  herade
  in  diesem.  Zeitpunkte,  da  ihn  die  Reihe  des  Verschwindens
  haͤtte  treffen  sollen,  ein  alter  wuͤrdiger  Greis  in  dieser
Stelle  gewesen  wäre,  den  aufgeklärter  Patriotismus,  ausgegebreitete
  Gelehrsamkeit  und  uneigennützigste  Redlichkeit  zu
einem  „der  wichtigsten  Männer  unter  den  Geheimenräthen

Ernst  Augusts  machten  ?).

*)  Von  1677  bis  1704,  also  27  Jahre  lang,  war  Vicecangler
Ludolf  Hugo.  Zu  Anfang  des  Sept.  1704  starb  er  als  ein
Mann  von  24  Jahren.  Er  war  ein  geborner  Hannoveraner.  Sein
Vater  war  zu  Rehburg,  wo  Ludolf  Hugo  geboren  wurde,  Beamter.
  Schon  seine  Inauguraldisputation  zu  Heimstädt  zeichnete
  ihn  als  einen  der  trefflichsten  Schüler  Conrings  aus;  sie
überwand  durch  ihre  innere  Güte  das  gewöhnliche  Schicksal  der
Inanguraldisputarionen  so  sehr,  daß  sse  nachher  besonders  durch
Veranstaltung  des  berühmten  Herz  1660  neu  aulgelegt  wurde.
Schon  1662  (31.  Okt.)  rühmt  ihn  Conring  (Prodomus  Commerc.
Epislol.  I.eibnit.  P.  II.  p.  966).  Auch  Bolneburg  lobt  ihn
lehr  (p.  980);  so  was  gelehrtes,  umfassendes,  eutwickelndes,

sagt  er  an  einer  andern  Stelle  (p.  986),  als  jene  Arbeit  desselben,
  habe  er  seit  langem  nicht  gelesen.  Conring  bedauert,  daß
er  nicht  auf  eine  Universstät  berufen  worden,  sondern  schon
1662  in  den  Meklenburgischen  Streit  verwickelt  gewesen  sey

(v.  994.  vergl.  auch  p.  997,  1024  und  1033.)  Ein  langer
Aufenthalt  in  Speier,  große  Reisen  durch  Deutschland,  Holland,
England,  Frankreich,  ununterbrochener  tiefforschender  gelehrter
Fleiß,  wovon  eine  Abh.  de  abusu  appellationum  lollendo  einen
Beweis  gab,  mannichfaltige  Verbindungen  mit  mehreren  fürstlichen
  Personen  und  fürstlichen  Höfen  —  bildeten  Hugo  noch
ehe  er  in  Hannöversche  Dienste  gieng,  schon  ganz  zu  dem  großen
Manne,  den  er  sich  nachher  in  vierzig  höchst  rüdmlich  verlebten
Dienstiahren  in  Staatsangelegenheiten  und  als  Chef  des  Justizcollegiums
  zeigte.  Er  hatte  dem  Herzog  Johann  Fried: