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Sie  sangen  auf  allen  Landtagen  das  ebbige  Lied  von
diesen  letzten  ealamitosen  Zeiten.  Wenn's  theuer  war,  jammerren
  sie,  daß  der  arme  Landmann  und  Bürger  nicht  leben
  könne.  Wenn's  wohlfeil  wurde,  wehklagten  sie,  daß
sich  die  alte  Contribution  bei  dem  verringerten  Fruchtpreise
unmöglich  bezahlen  lasse.  Von  fürstlichen  Polizeiordnungen
und  Prachtgesetzen  wollten  sie  nicht  hören  ?).  Doch  sorgten
sie  selbst  nicht  für  solche  Gesetze.  Doch  machten  iste  bei-ewigen
  Klagem  über  ihre  ausgemaktete  Bürgerschäft  keine  neue
Anstalt  zu  neuer  Weckung  des  Handels.  Der  Privatfleiß  der
Bürger  wurde  nicht  ermuntert.  Der  Braunahruͤng  wurde  durch
obrigkeitliche  Anstalten  nicht  geholfen,  die  Stadtökonomie
so  sorglos  und  eigennützig  verwaltet,  daß  die  vom  Kriege
her  tief  verschuldete  Stadt  noch  immer  tiefer  in  Schulden
sank  29).

Wo  vollends  noch,  wie  der  Fall  zu:  Göttingen  war,
von  alten  Zeiten  her  das  fürstliche  Gerichtschulzenamt
  der  Stadt  verpfändet  Vewesen-,  da=  war  dic  liebe  hei-5

  i  Protestation  der  Stadt  Hannover  wegen  publteirker  Fürstl.

Päftzei-Ordn.  süc  diese  Stadt  1658.

**)  Um  die  ganze  Wahrheit  dieser  und  der  folgenden  Schilderung
einzusehen,  darf  man  nur  den  Eingang  des  Regulakivs  lesen,
das  Ernst  August  13.  Jam  1605.  der  Städt  Gottingen  gab.

Es  heißt  in  demselben,  man  habe  nach  angvorönorer  Fürstl.

Untersuchungskommission  gefunden,  daß  die  Stadtökonomie
nicht  recht  beschaffen  gewesen,  die  Recesse  nicht  gehalten  worden,
die  Polizei  schlecht,  die  Justiz.  partheiisch,  nichts  als  Eigenuutz
und  Vortheil  gewesen  sep.  Die  Stadt  sey  über  25,000  Thlr.
allein  restirender  Zinse  schuldig,  und  habe  in  den  letzteren  Jahren
  den  meisten  Gläubigern  die  Zinse  nicht  mehr  bezahlen  können

  u.  s.  w.

Diese  ganze  Schilderung,  in  dieser  Absicht  wurde  sie  auch
hieher  gesetzt,  mag  den  Göttingischen.  Bürger  das  ganze  Glück
seines  gegenwärtigen  Stadtregiments  fühlen  lassen.  Die  unwissenden
  Lobredner  der  allen  Zeiten!