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ler  tractiren,  durch  den  der  Canzler  die  wichtigsten  Dinge
bald  vorbereiten,  bald  nach  geschehener  allgemeiner  Verwilligung
  völlig  ausführen  sollte,  wurde  auf  jedem  Landtage  gewählt.
  Ein  neuer  Ausschuß  auf  jedem  neuen  Landtage;
daß  der  Canzlexr  nie  voraus  wußte,  mit  wem  er  zu  tractiren
habe,  und  wenige  unter  den  Landsiänden  selbst  waren,  die
den  völligen  Zusammenhang  aller  Negociationen  überschauen,
und  die  glückliche  Routineklugheit  sich  erwerben  konnten,  die
nicht  selten  mehr  hilft  als:  Genie  und  Gelehrsamkeit.

Ein  beständiger  Ausschuß,  wie  er  schon  chedem
war,  und  wie  er  nothwendig  seyn  mußte,  so  bald  die  Angelegenheiten
  gehäufter,  die  Verhältnisse  feiner  wurden,  ein  besiändiger
  Ausschuß  mußte  errichtet  werden,  daß  die  ganze
Form  der  Berathschlagungen  mehr  vervollkommnet,  die  Kosten
  des  Landtages  eingeschraͤnkt,  die  Unterhandlung,  wenn's
doch  moͤglich  wäre,  verkuͤrzt,  und  durch  stete  Besetzuug  dess,
selben  mehr  Aufklärung,  mehr  Geschmeidigkeit  und  mehr
Standhaftigkeit  erhalten  werden  sollte  7).

*0  In  der  Landtagsproposition  vom  28.  Oct.  1657  heißt  es  n.

6:  Seiner  Fürstl.  Gnaden  halten  für  diensam,
daß  nach  Anleitung  deß  1636  errichteten  Landtagéabschiedes
  aus  Dero  getreurn  Landschaft
nunmehr  wiederum  ein  gewisser  beständiger  Ausschuß
  gemacht  werden  möge,  werden  demnach  die
Stände  hiemit  gebührlich  erinnert,  die  Nothdurft
  deßwegen  bep  ißigem  Landrage  zu  beolachten.


Die  Stände  machten  hiebel  ganz  keine  Schwierigkeit,  sondern
  ernannten  neben  den  Schatzräthen,  aus  dem
Göttingischen  Quartier  Hans  Curd  von  Hardenberg,
Falf  Adolf  von  Uslar;  aus  dem  Hannsverschen  Quartier
  Jobst  von  Bennigsen,  Vodo  von  Alten;  aus  dem  Hamelnschen
  Quartier  Wilhelm  von  Rheden,  Rittmeister