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nicht  Georg  Wilhelm,  nicht  Johann  Friederich  zunächst  an
Leopold's  Vermittlung!“

Im  ersten  Aufbrausen  des  Streits,  noch  ehe  die  eigentlichen
  Mediations  =  Conferenzen  zu  Braunschweig  anfiengen,
schien  überhaupt  kaum  an  eine  Vermittlung  gedacht  werden
zu  konnen,  so  sehr  auch  Churfürst  Friederich  Wilhelm  von
Brandenburg  einen  sichern  Frieden  zu  erhalten  suchte.  Herz.
Georg  Wilhelm,  dem  seine  Mitgenossen  des  rheinischen  Bundes,
  die  aber  selbst  jezt  Religionsinteresse  theilte,  billig  nicht
entstehen  konnten,  hatte  gleich,  wie  der  Streit  ausbrach,  einen
Gesandten  nach  Berlin  geschickt,  um  Vermittlung  zu  bitten,
und  Friederich  von  Jena,  einer  der  trefflichsten  Brandenburgischen
  Negociateurs,  war  mit  Instruktionen,  die  eben  so
weise  als  unpartheiisch  waren,  sogleich  nach  Zelle  gegangen.
Der  Streit  sollte  geschlichtet  werden,  noch  ehe  es  bis  zur
Theilnehmung  der  beiden  Kronen  Schweden  und  Frankreich,
die  man  bei  längerer  Fortdauer  derselben  unmdglich  ausschlie-Zen
  konnte  und  die  so  gern  Theil  nahmen,  wirklich  kommen
konnte.  Nichts  schien  aber  eine  billigere  Präliminarbedingung
  des  Vergleichs  zu  seyn,  als  daß  Johann  Friederich,  der
sich  gleich  nach  Herzog  Christian  Ludwigs  Tode  in  den  alleinigen
  Besitz  von  Zelle  gesetzt  hatte,  seinem  alteren  Bruder
wenigstens  doch  auch  den  Mitbesitz  gesiatte.

Doch  gerade  bei  diesem  Präliminarpunkt  stund  Johann
Friederich  unbeweglich.  Er  glaubte  sein  Recht  schon  halb
aufzugeben,  wenn  ee  den  Mitbesitz  seines  Bruders  gestatte,
und  die  Wahrscheinlichkeit,  sein  Recht  behaupten  zu  können,
mehr  als  halb  verloren  zu  haben,  wenn  er  nicht,  um  auf's
äußerste  sich  gefaßt  zu  halten,  die  ungetheilten  Kräste  des
Fürstenthums  Zelle  benützen  könne.  So  bbllig  klar  ibm  sein
Kecht  schien,  und  so  gewiß  er  auch  wußte,  daß  Maynz,