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Nun  zum  lezten  Versuche,  der  sich  im  Krieg  oder  Fric,
den  endigen  mußte,  traten  noch  einmal  ohne  alle  Vermittler
beide  Brüder  und  mit  ihnen  ihr  jüngster  dritter  Bruder,  Bischof
  Ernst.  August  von,  Osnabrück,  zusammen.5).  Allein
die  vertrautesten  ihrer  Räthe  waren  gegenwärtig:  Die  Bruderherzen.
  dffneten  sich  endlicht  man  ward  einig  mit  einander.
Johann  Friederich  theilre,  noch  cinmal,  und  glich  noch  einmal
aus;  Calenberg  und  Grubenhagen,  wurden:  auf  eine  Seite  gelegt,
  Zelle,  Hoya,  Diepholz,  Walkenried  und  Schauen  auf
die  andere  gethan;  das  wäterliche  Testament  auf's  neue  bestätigt;
  das  unglückliche  Optionsrecht,  wenn,  nur  diesmal
noch  von  dem  ältern  Bruder  uun  gewählt  Worden,  völlig
aufgehoben  *##).  Georg  Wilhelm  wählte,  und  wählte,  vielleicht
  zu  seinem  Schaden  25#),  das  Fürstenthum  Zelle.  Die
vermittelnden  Gesandten,  die  noch  eifrig  am  Interimsvergleiche
  theilten  und  schlichteren  und  verglichen,  hörten  mit
einemmal  voll  Erstauncn,  der  gauze  Vergleich  sey  geschlossen.
Man  erbat  wenigstens  doch  Ehrenhalber  ihre  Garantie  desselben.


Mrinz  Johann  Friedorich  war  also  regierender.
Herzog  in  Hannover.T  Sier  mochten's.  nun  erwarten  in
Hannover,  wie  ein  grreizter  katholischer  Landeeherr  regierc.
Sie  mochren  an  besiimmtero  Religionsreverse  denken,  als
Georg  Wilhelm  und  Chyvisiimo  Ludwig  umerschrieben  hatten.

*)  Vergl.  bei  dieser  Erzählung  die  gelehrte  Deduction  des  Hannöverschen
  Vicecanzlers  Ludolf  Hugo  wegen  dem  Hannöverschen
  Primogeniturrecht.  Hannover  1690.  Fel.  «

«)s.«inangcf.Det-nct.Uns-Vergleich  vom  2.  Sche-  1665.

*  )  Aus  Pusendors  de  reb.  Frid.  Wilh.  L.  IX.  5.  80.  p.  62  1.
erhellt,  daß  wenigstens  die  Vermittler  der  Ansicht  waren,
Georg  Wilhelm  sey  übervortheilt.