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Keiner  aller  alten  Geheimenräthe  blieb.  Präsident
von  Bülow  und  Hofmarschall  von  Grapendorf.  giengen
  mit  Georg  Wilhelm  nach  Zelle,  der  Geheimerath  von-Cram
  folgte  ihnen,  Procanzler  Heymann  und  Heofräth
Diercrichs  wie  fast  alle  übrige  Männer  von  Bedeutung
blieben  ihrem  alten  Herzoge  treu.  Es  war  überall  eine  Leere,
wo  man  hinsah.  Eine  Leerc,  die  Johann  Friederich  mit  seinen
  Zellischen  Clienten  ausfüllen  mochte.  Denn  offenbar
hatten  die  Zellischen  Räthe  unter  dem  kunstvollesten  Scheine
einer  vermeinten  Unpartheilichkeit  bei  der  gewaltsamen  Besitzuehmung
  von  Zelle  den  katholischen  Prinzen  Johann  Friederich
  begünstigt,  den  aͤlreren  protestantischen  Bruder  zu  täuschen
  gesucht.

So  erhielt  in  Hannover  der  Zellische  Canzler  Langebek
  die  erste  dirigirende  Minisierstelle.  Die  Zellischen
Geheimenräthe  von  Elz  und  von  Gladebek  wurden  entschädigt.
  Ersterer  erhielt  die  Direction  der  Cammersachen,
lezterem  wurden  kleine  Negociationen  anvertraut.  Das  ganze
neubesetzte  Ministerium,  wie  der  ganze  neuformirte  Hofstaat,
erhielt  eine  glanzvolle  Bielzähligkeit,  wo  doch  auch  unter  dem
großen  zahlvollen  Haufen  hie  und  da  Männer  von  Kopf  und
Herz  stunden,  wie  Witte,  Hugo  und  Witzendorf  waren.

Doch  glänzte  über  alle  hervor  der  junge  Mann  Otto
Grote.  Noch  war  er  nicht  28  Jahr  alt,  und  Johann  Friederich
  machte  ihn  sogleich  schon  zum  Geheimenrathe.  Noch
hatte  er  nie  ein  öffentliches  Amt  begleitet,  und  doch  war  er
in  Kurzem  so  der  erstc,  Mann  auch  im  Geheimenrathe,  daß
Langebek  noch  zu  rechter  Zeit  starb,  Gladebek  und  Elz
verschwanden,  Witzendorf  nur  bei  Cammerproiecten  gehört
wurde.  Was  gus  dir  geworden  wärc,  trefslicher  Mann!
Wenn  dich  die  Vorschung  für  den  Französischen  Hof  hätte