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geboren  werden  lassen!  Wenn,  du  Kbnigreiche  zu  regieren
bekommen  hättest!  Wenn  du  nicht  aus  tiefstem  Grunde  herauf
  hättest  bauen  müssen!  wenn  die  Finanzen  deines  Herrn
ungrschoͤpflicher,  seine  Plane  einfacher,  seine  Standhaftigkeit
regelmässiger  gewesen  wäre  ).

Schwerlich  war  Richelien  festeren  Sinnes  als  er,  schwer-·)

  Otto  Grote  geb.  25.  Dec.  1636  zu  Sonderburg  im  Holsteinlschen.
  Sein  Vater  war  der  in  der  Zellischen  Geschichte
so  berühmte  Grohvogt  Thomas  Grote.  Seine  Mutter  Barbara
  Catharina  geb.  von  Alefeld.  Seine  Blldung  erhielt  er
1651  auf  der  Lüneb.  Rltterschule,  und  1653  —  1656  zu  Helmstädt.
  Fünf  Jahre  lang  reiste  er  durch  Holland,  Spanien,
Niederlande,  England,  Frankreich,  Italien.  Drei  Jahr  lang
war  er  Hofmeister  bei  dem  zweiten  Prinzen  Kön.  Frlederich's
  III.  von  Däumark,  Prinz  Georg.  Hofmeister  Grote  hieß
er  noch,  wie  er  zu  Johann  Friederich  als  geheimer  Cammer-=rath
  (Geheimerrath)  1665  in  Dienste  trat.  ,

Er  starb  im  sieben  und  fuͤnfzigsten  Jahr  seines  Alters,
den  5.  Sept.  1693  auf  einer  Gesandtschaftsreise  zu  Hamburg.
Von  seiner  Gemahlin  Anna  Dorothea  geb.  von  Alefeld,  Tochter
  eines  Dänischen  ÖObersten,  hinterließ  er  füunf  Söhne,  von
welchen  sich  der  zweite,  Henrich,  der  wieder  Geheimerrath
und  Cammerpräsident  wurde,  am  berühmtesien  gemacht  hatte.
Mit  diesem  starb  aber  diese  ganze  Linie  der  Grotischen  Familie
  aus.

Wer  sollte  glauben,  daß  das  einzlge  Denkmahl  eines  solchen
  Mannec  die  Personalien  seyen,  die  der  Pastor  bei  der
Beerdigung  ablan.  Mit  dem  Angedenken  der  größten  Minister
  und  Männer  unsers  Zeitalters  wlrd  es  bei  der  Nachwelt
noch  schlimmer  gehen,  denn  die  Leichenpredigten  und  Pasiorpersonalien
  sind  abgekommen,  und  ehe  dreißig  Jahre  nach  dem
Tode  eines  solchen  großen  Mannes  oder  Ministers  verflossen
sind,  ist  sein  Angedenken  bis  dahln  erloschen,  daß  etwa  ein
Mann  alter  Routine,  etwa  ein  Yastor  oder  ein  Amtmann,
eine  beliebige  Anekdote  von  dem  seligen  Herrn  erzählt,  deren
Angedenken  sich  vollends  auch  bei  der  nachfolgenden  Generation
  verlieren  mag,  weil  doch  ein  solches  Geschichtchen  meist
des  Aufhebens  nicht  werth  ist.