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lich  Mazarin  geschmeidiger,  schwerlich  irgend  ein  Minister  so
gleich  groß  für  Staatsnegociationen  und  Geschäfte,  so  unermüdet
  in  Arbeiten,  so  theilnehmend  an  Belusiigungen,  so
schlau  verträglich  gegen  seines  Gleichen,  so  sicher  siegend  über
alle  seines  Gleichen  als  Otto  Grote  war.  Auch  Bernstorf
war  erst  noch  ein  Jüngling  von  28  Jahren,  da  ihn  Georg
Wilhelm  1677  zu  Zelle  in  den  Gcheimenrath  nahm,  aber
ihn  hatte  sein  sierbender  Schwiegervater,  Canzler  Schütz  empfohlen;
  Grote  hatte  sich  selbst  empfohlen.  Jener  war  sinfenweise
  aufgestiegen,  dieser  sogleich  in  den  Geheimenrath  gekommen.
  Jeuer  sollte  sich  erst  noch  als  großen  Mann  zeigen,
  dieser  hatte  sich  schon  gezeigt;  denn  wer  hatte  bei  der
raschen  Besitzuehmung  von  Zelle  rascher  für  Johann  Friederich
  gesorgt?  wer  bei  den  nachfoigenden  Traktaten  schlauer
negociirt?  wer  besser  zum  Nutzen  und  zum  Frieden  gerathen,
als  Otto  Grote  that?

Nie  hat  Bernstorf  große  Negociationen  persönlich  geführt,
  nie  Friedenscongresse  selbst  besucht,  nie  ist  er  von  dem
einmal  angenommenen  Systeme  der  kaiserlichen  Parthie  ab,
gegangen.  Grote  hat  28  Jahre  lang  unaußhörlich  die  wichtigssen
  Höfe  bereist,  die  sireitendsten  Interessen  vereinigt,  die
schlausten  Minisier  gegängelt,  und  durch  den  gewandtesten
Wechsel,  wodurch  er  bald  kaiserliche  bald  Französische  Parthie
  nahm,  zu  Wien  und  zu  Versailles  Vortheile  gewonnen.
Wohl  isi's  viel,  daß  sich  Bernstorf  unter  den  gewühlvollesien
Kabalen  des  Zellischen  Hofes,  trotz  dem  mächtigen  Einflusse
der  geliebten  Herzogin,  selbst  trotz  der  gewaltigen  eifersuchtsvollen
  Aufmerksamkeir,  die  sein  schnellwachsendes  großes  Vermögen
  billig  erregen  mußte,  allein  nur  unter  Georg  Wilhelm
  58  Jahre  lang  als  dirigirender  Minister  behaupten
konnte.  Aber  wie  mächtig  war  auch  nicht  die  Schötzische