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Calenbergische  und  Lüneborgische  wieder  zu  vereinigen,  noch
ehe  man  an  Erwerbung  des  Lauenburgischen,  au  Bremen
unde=  Verden  ernsilich-  denken  konnte,  wollte  Johann  Friederich
mmit  Brandeuburg  und  Sachsen  und  Baiern  in  einen  Naug
cintreten,  und  wenn  der  Churfürst  von  Heidelberg  den  achten
Churfürsten  behaupten=  konnte,  so  schien  ihm  der  Herzog  von
Calenberg  und  Grubenhagen,  was  auch  Wirtemberg  und
Hesseucassel  hoffen  mochten,  Mann  genug  fuͤr  den  neunten
Platz  im  Churcollcgium.

Wie  alles  nun  anders  wurde!  Die  Alten  hatten  schon
vor  zehn,  fünfzehn  Jahren  geglaubt,  die  Welt  fange  an
halb  unklug  zu  werden,  Recht  und  Rcdhlichkeit  seyen  verschwunden.;
  man  werde.  den  Deutschen.  —  in  Deutschland
bald  suchen  müssen.  Wer  damals  aber  mitgemacht  und  milgewirkt
  hatte,  wer  selbst  bei  allen  jenen  Veränderungen  vorangegangen
  war,  wer  damals  sich  gefreut  hatte,  daß  er  nie
altern,  sondern  mit  schlaucr,  steter  Gewandtheit  in  jede  neue
Zeiten  und  neue  Umstände  sich  finden  werde,  der  siund  nun
selbst  —  bedächtig  stille;  auf  Catasirophen  solcher  Art  hatte
er  nie  gerechnet.

Die  alten  Herren  waren  auch  nicht  ungelehrt  gewesen;
aber  Herzog  Johann  Friederich  wendete  nun  allein  auf  seine
Bibliothek  jährlich  bei  2000  Th.,  den  Auswand,  den  das
Laboratorium  verursachte,  nicht  mitgerechnet.  Zur  ordentlichen
  jährlichen  Unterhaltung  der  Comödianten  waren  über
dritthalb  Tausend  Thaler  ausgesezt,  und  zum  Beh#f  der  Oper
kast  4000;  indeß  auf  Jagd  und  Waidwerk  und  Fischerei
nur  meniges  über  3000  verwandt  wurde.  Die  Zeiten  hatten
sich  sehr  geändert.  Comödianten  und  Opoernunterhaltung  ko-