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nen,  den  Ludwig  XIV.  so  ehren  mußte.  Geld  kam  ins
Land  so  befruchtend  wie  ein  Frühlingsregen.  Summen,  wie
man  sie  bisher  nie  kannte,  waren  im  Umlauf.  Ludwig  XIV.
gab  zu  Unterhaltung  der  Hanndverschen  Truppen  jährlich
480,000  Th.;  nicht  einmal  mit  eingerechnet  die  ansehnlichen
großen  Summen,  die  er  zu  Werbung  dieser  Soldaten  herschoß.
  Und  selbst  da  der  Herzog  endlich  vom  Kaiser  und
des  Kaisers  Alliirten  zur  volligen  Neutralität  gezwungen  war,
selbst  da  er  sein  Contingenr  zur  Reichsarmee  gegen  Frankreich
  siellen  mußte;  selbst  da  erhielt  er  noch  von  Ludwig  jährlich
  240,000  Th.  ).

Georg  Wilhelm  und  Erust  August  waren  kaiserlich,
  Johann  Friederich  Franzbsisch  gesinnt.  Jene  vereinigten
  sich  mit  Brandenburg,  mit  den  Gencralstaaten  und
mit  Dänmark  5#6),  dieser  schloß  sich  Anfangs  an  Cöln  und
Münsier  an.  In  Zelle  war  die  Schützische  Familienparthie
kaiserlichgesinnt,  und  Graf  Georg  Friederich  von  Waldeck),
der  seine  meisten  Güter  in  Holland  hatte,  den  Fürstenhut  zu
Wien  verdienen  wollte,  zog  den  Herzog  von  Zelle  noch  tiefer
in  kaiserliches  und  Holländisches  Interesse.  Herzog  Johann

»)  s.  den  Linsburger  Traktat,  18.  Okt.  1675,  bei  Luͤnig  P.  sp.
Cont.  II.  p.  343.

»*)  s.  den  v.  Georg  Wilh.  und  Ernst  August  geschloss.  Haager
Traktat  mit  den  Gencralsiaaten,  9.  Sept.  1665  und  eben
ders.  Traktat  mit  Dänmark,  Brandenburg  und  den  Generalstaaten,
  25.  Okt.  1666.

*“n#)  Diesen  Grasen  von  Waldeck  hätte  Frankreich  1668  mit  einer
Pension  von  4000  Th.  bei  einem  sehr  wichtigen  Falle  gewinnen
  können.  Da  man  es  versäumte,  so  schlug  er  sich  und  zog
alles  auf  kaiserliche  Seite.  Pulend.  de  reb.  Frid.  Wilh.  1.

Xl.  p.  752.  755.