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Friederich  war  persönlicher  Freund  des  Französischen  Hofes),
dort  am  Hofe  seine  Gemahlin  erzogen,  dort  noch  ihre  nächsten
  geliebtesien  Verwandten.  Auch  blieb  Otto  Grote  selbst
so  frei  von  eigenem  Interesse,  so  geschmeidig  und  lenksam,
daß  er  die  freie  eigene  Parthiewahl-  seines  Fürsten  mehr  vertheidigte
  als  lenkte,  dem  Herzoge  mehr  folgte  als  vorangieng
  ?*).  So  verlor  das  Welfische  Haus  nie,  wie  sich  auch
der  muthwillige  Ludwigskrieg  endigen  mochte.  Siegte  doch
noch  Ludwig,  so  ward  Johann  Friederich  belohnt.  Siegten
die  Alli#rten,  so  hoffte  Georg  Wilhelm  und  Ernst  Augusi  einen
  schönen  Theil  der  Schwedischdeurschen  Besilzungen  oder
wenn  es  noch  gläcklicher  werden  sollte,  beträchtliche  Stücke
der  Spauischen  Niederlande.

Doch  der  Krieg  schloß  sich  mit  der  gewöhnlichen  Täuschung
  der  schwächceren  Bundesgenossen,  der  Nimwegische
Frieden  ließ  das  Welfische  Haus  unbelohnt),  und  Jo-*)

  Besonders  vermittelsi  des  Prinzen  von  Conde,  dessen  Nichte  (7)
seine  Gemahliu  war,  s.  Pulend.  I.  c.  p.  758.

*?)  Da  er  zu  dem  Braunschweigischen  Bunde  von  Churbrandenburg
  eingeladen  wurde,  1672,  erllärte  Johann  Friederich,
er  könne  weder  dem  Kaiser,  noch  dem  Churfürsten,  noch  seinem
  eigenen  Bruder  trauen,  er  müsse  für  sich  selbst  sorgen.
Pusend.  I.  c.  c.  71.  p.  826.  Ebenso  schlug  er  1673  Friederich
Wilhelm  den  Zug  durch's  Hannöversche  ab;  er  möchte  über
das  Eichsfeld  gehen,  ließ  er  ihm  sagen.  Pulend.  1.  c.  p.  952.

*#?#)  Ganz  unbelohnt  blieb  am  Ende  das  Welfische  Haus  doch
nicht,  da  zu  Selle  den  26.  Jan.  1679,  zwischen  den  Kronen  Frankreich
  und  Schweden  und  dem  Braunsch.  Wneb.  Hause  Friede
geschlossen;  12.  Mart.  1680  auch  noch  ein  besonderer  Erecutionsreceß
  mit  Schweden  berichtiget  wurde.  s.  Lünigs  Rürch.
P.  spec.  IV.  Th.  S.  150.  Frankreich  versprach  300,000  Th.
zu  zahlen,  Schweden  trat  ab  das  Amt  Thedinghausen,  nebst
den  Dörfern  Werder  und  Ritzbergen,  die  Vogrei  Döhrverden=