Friederich  endlich  noch  Jesuiten  Zu  Beichtwätern  bekommen
haͤtte,  wenn  die  Versuche,  die  mir  Ernst  August  gemacht
wurden,  besser  gelungen  wären,  wenn  der  stark  gespannte
Bogen,  wie  ihn  der  mächtige  Arm  Erust  Augusi's  khielt,  von
dreien  so  glorwürdigen  Regenten  als  Gcorg-#l.,  II.  und  III.
waren,  nicht  allmälig  von  selbsi  abgespamt,  die  allgemeine
öffentliche  Last  mit  königlicher  Großmuth  erleichtert  worden
wäre  5),  woher  hätte  Hülfe  für  uns  kommen  sollen?  wo
schläft  die  Kraft,  die  entgegengearbeitet  haͤtte?  wie  hätte  allgemeines
  Interesse  für  die  gekränkte  und  unterdrückte  Nationalfreiheir
  entsiehen  konnen,  da  wir  selbst  bis  itzt  noch  nicht
eimmal  eine  gedruckte  Sammlung  unserer  Landtagsabschiede,
keine  Sammlung  unserer  Handvesten  haben?

Soll's  gefährlich  seyn,  daß  es  so  laut  gesagt  wird,  wir
sind  fast  einzig  durch  die  Gnade  unserer  Regierung  frei,  so
ist  diese  gefahrvolle  Entdeckung  nur  freimüthiggetroste  Appeklation
  an  die  Großmuth  unserer  Fürsien,  nur  historischerhaltenes
  Angedenken,  was  Johann  Friederich  schon  vor  hundert
  Jahren  entdeckt,  und  Erust  August,  da  er  in  der  Regierung
  ihm  folgte,  kaum  mehr  als  neue  Enddeckung  zu  behandeln
  schien,  wie  die  ganze  folgende  Geschichte  seines  that
und  ruhmvollen  Regimentes  zeigt  **).

#

)  Obschon  das  Hannöversche  gegenwärtig  noch,  wie  1680,  ohne
Magazinkorn  und  Fourage  jährlich  210,000  Th.  zu  Unterhaltung
  der  Miliz  giebt,  so  sind  doch  240,000  Th.,  die  man  itzt
giebr,  weit  nicht  das,  was  sie  vor  hundert  Jahren  waren.
Welcher  Fürst  in  Deutschland  sorderte  1786  von  seinen  Unterthanen
  nicht  mehr  zu  Unterhaltung  des  Milirrerat,  als  er
4656  erhielt?  n

*½2)  Johann  Friederich  höiterließ  drei  Prinzessinnen.  Es  entsiund
  nach  seinem  Tode  ein  kleiner  Streit,  nicht  nur  wegen