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niglichen  Residenz  auf  dem  Schaffor  gestorben.  Ihre  Tante,
die  Statthalterin  im  Haag,  die  Muttertreue  gethan  haben
würde,  beweinte  den  eigenen  Ruin  ihrer  eigenen  Familic;
ihr  Vetter,  der  auf  dem  Englischen  Throne  sitzen  sollte,  irrte
vom  Märder.  seines  Vaters  verfolgt  durch  alle  Lande  flüchtig
  hin  und  her,  und  selbst  auch  die  Deutschen  Fürsien  steuerten
  zu  seiner  Unterhaltung.  Ihr  altester  Bruder  war  zwar
regierender  Churfürst  in  der  Unterpfalz;  aber  wie  präfend
war  doch  sein  Schicksal!  wie  wenig  war  er,  was  er  seyn
sollte,  daß  er  nicht  einmal  für  den  Unterhalt  seiner  jüngeren
Brüder  sorgen  konnte,  daß  dieser  jüngeren  Brüder  einer  endlich
  völlig  verschollen,  ein  anderer  katholisch  ward,  ein  dritter
endlich  nur  in  England  sein  Brod  fand.

Es  war  fürwahr  keine  große  Aussicht  da,  und  an  die
Englische  Krone  hätte  kein  Träumer  hinträumen  kbnnen,
denn  selbst  auch  nur  an  den  Besitz  von  Hannover  zu  denken,
  war  schon  ein  kleiner  Lorterietraum,  und  den  vereinigten
Besitz  des  Zellischen  und  Haundverschen  zu  hoffen,  schien
selbst  als  Hoffnung  zu  abentheucrlich.  Ernst  August's  altester
  Bruder  in  Zelle  war  vermählt;  wer  wollte  ihm  nach  einer
  fünfjährigen  unfruchtbaren  Ehe  auf  ewig  allen  Stammsegen
  absprechen?  Seine  zwei  jüngstältere  Brüder,  stark
und  bieder  wie  ein  paar  Altsachsen,  waren  fesi  und  bieder
entschlossen,  sich  zu  vermählen;  für  Ernst  Augusi's  und  Sophiens
  Nachkommen  schien  die  glänzendsie  Haffnung  der  alternative
  Besitz  von  Osnabrück,  und  welche  Hoffnung  war
diese,  wenn  der  liebe  Gott  ein  paarmal  Zwillinge  bescherte,
wenn  das  Haus  voll  Kinder  ward!

So  isi's  schhn,  wenn  sich  bisweilen  auch  Prinzen  bei
ihrer  Heiratb  auf  den  guten  Gott  verlassen  müssen,  der  ihren
  Kindern  einst  doch  noch  forthelfen,  chrisilichredliche  Er-