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me,  und  eine  so  außerordentliche  Summe,  die  selbst  gegenwärtig
  den  Beitrag  anderer  ähnlichen  Länder  so  weit  übertrifft,
  verwilligten  die  Landstände  schon  vor  hundert  Jahren!


Wirtemberg,  das  540,000  Einwohner  hat,  zahlt  kraft
seincs  neucsten  Herr=  und  landständischen  Vergleichs,  jährlich
46,411  Louisd'ors  zur  Unterhaltung  des  Militäretats?.
Calenberg,  das  180,000  Eimwohner  hat,  zahlt  zur  Militärkasse
  jährlich  über  67,000  Louisd'ors.  Wirtemberg  kennt
keinen  sieuerfreien  Adel,  in  Calenberg  hat  der  Adel  noch  beträchtliche
  Licentfreiheit.  In  Wirtemberg  übernimmt  jährlich
das  Kirchengut  den  dritten  Theil  der  obengenannten  Steuersumme,
  in  Calenberg  genießt  auch  die  Prälatur  eine  gewisse
Licen##sreiheit,  die,  so  geringe  sie  auch  seyn  mag,  alle  Licent=Aequivalente,
  welche  aus  der  Licentkasse  fließen,  noch  hinzugerechnet,
  doch  die  Anzahl  der  Contribuenten  merklich  vermindern
  hilft.  Der  Calenberger  hat  außer  seinen  67,000
Louisd'ors  zum  Behuf  des  Militärs  noch  Nebenanlagen  abzutragen,
  die  nicht  wenig  beträchtlich  sind,  und  die  der  Wirtemberger,
  der,  eine  kleine  Summe  Legationskosten  ausgenommen,
  mit  obigen  46,000  Louisd'ors  völlig  sich  ausloͤst,
nie  übernehmen  darf.  Die  Wirtembergischen  Stände  verwilligten
  eine  so  hohe  Summe,  als  sie  nun  zu  geben  glaubten,
  zum  ersienmal  vor  sechzig  Jahren;  die  Calenbergischen
Stände  ihre  fast  vierfach  höhere  Summe  schon  vor  hundert
Jahren,  da  die  Menge  des  Geldes  noch  geringer,  die  Noth

.

")  s.  Neucsten  unter  Kais.  Mediation  geschlossenen  Vergleich
1770,  nebst  den  bieher  gehörigen  gelehrten  historischen  Auf-5klärungen

  des  Herrn  Reg.  Raths  Breyer  Elem.  iur.  publ.
Wirlemb.  p.  505.