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minder  draͤngend,  die  Soldaten-  und  Armeensitte  weniger
herrschend  war.

Wie  war's  moͤglich,  daß  ein  Land  dieses  so  viel  geringeren
  Umfanges  und  dieser  so  viel  geringeren  Bevolkerung
  nach  dem  alten  Contributionsfuße,  der  den  Ritterhof
und  die  ausgebreiteten  fürstlichen  Domänen  voͤllig  frei  ließ,
solche  außerordentliche  Summen  aufbringen  konnte!  Selbst
wenn  auch  die  Menge  des  in  Norddeutschland  circulirenden
Geldes  gerade  die  doppelte  Summe  der  Geldcirculation  Süddeutschlands
  seyn  sollte,  wie  war's  mdglich,  daß  das  alte
Steuersystem,  das  aus  Zeiten  herkam,  da  die  Beitraͤge  noch
gering  waren,  da  Grundeigenthum  immer  den  größten  Reichthum
  aller  Privatpersonen  ausmachte,  auch  noch  brauchbar
seyn  sollte  für  die  Zeiten,  in  welchen  sich  die  Art  reich  zu
seyn  völlig  geändert,  die  öffentliche  Last  zehnfach  gestiegen,
der  allerfindsamste  Lurus  die  sonderbarsten  neuen  Wendungen
nahm.  Nach  dem  alten  Steuersuße  trug  die  Stadt  Hannover
  den  achtzehenten  Theil  jeder  verwilligten  Summe,  nach
der  neuen  Licenteinrichtung  floß  endlich  allein  aus  der  Stadt
Hannover  ein  Drittheil  der  ganzen  Summe  ein,  die  den  vollen
  jährlichen  Ertrag  des  Licentes  im  ganzen  Fürsienthum
Hannover  ausmacht  ?).  Nach  dem  alten  Steuerfuße  mußte
Göttingen  so  viel  zahlen,  als  Hannover,  nun  sticg  der  Licentertrag
  von  Goͤttingen,  selbst  nachdem  aller  dkonomische  Nutzen
  der  daselbst  angelegten  Universitaͤt  sich  entwickelt  hatte,
nur  wenig  über  ein  Fünftheil  des  Licentertrages  von  Hanno-*)

  Doch  kann  die  Stadt  Hannover  nicht  klagen,  denn  nach  dem
alten  Fuße  war  der  Hofstaat,  waren  die  Räthe  u.  s.  w.  von
der  Contribution  frei;  und  diese  trugen  nun  offenbar  das
Mriste  bei.