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Waͤre  dieser  Stein  der  Weisen  nicht  entdeckt  worden;
wer  mag  errathen,  ob  je  auch  Hannover  zur  neunten
Chur  irgend  einmal  gelangt  seyn  würde?  ob  ohne  Baarschast
  und  Soldaten,  die  man  bloß  bei  dem  völlig  veränder,
ten  Tarationssysteme  bis  zur  kleinen  Armce  halren  konnte,
ob  selbsi  Grotens  Negociationskunst  gesiegt  hätte?  ob  man
zu  Wien  auf  das  mächtige  Vorwort  Kdnig  Wilhelm's  III.
gehörr?  ob  Leopold  die  kühnste  Kaiserthat  gewagt  haben
würde?

Wer  je  auch  wohl  in  Hannover  den  ersten  Einfall  gehabt
  haben  mag,  ob  es  Sophia  war,  die  so  hoch  fuhr,  ob
der  Franzbsische  Envoyé  in  Hannover  eine  kleine  politische
Spieltonne  auswerfen  wollte,  wer  den  ersten  Einfall  gehabt
haben  mag,  daß  ein  neunter  Churfürsi  gemacht  werden  sollte,
daß  wohl  auch  ein  protestantischer  Fürst  neuer  neunter  Churfürst
  seyn  könnte,  daß  Herzog  Ernst  August  von  Hannover
dieser  seyn  müßte,  der  hatte  sich  wohl  nur  einen  lustigen  politischen
  Traum  erträumt,  den  er  desio  lustiger  austräumen
mochte,  je  weniger  ihn  sein  eigener  Traum  selbst  als  Traum
täuschte.

Wer  konnte  vergessen  haben,  welche  Mühe  es  zu  Osnabrück
  und  Münster  gekostet,  bis  der  unglückliche  Karl  Ludwig
seine  halbentschädigende  achte  Chur  echielt,  bis  man  die  heilige
  Sieben  auch  nur  so  lange  überschritt,  als  jene  zwei
Hauptlinien  des  Wittelsbachischen  Hauses,  deren  unversöhnlichster
  Haß  jedes  andere  Friedensmittel  unmöglich  machte,
im  Mannsstamme  noch  blühten?  Wer  wußte  nicht,  daß
des  Kaisers  geheimster  Geheimerath  sein  Pater  Beichtvater

absetzen,  wodurch  er  um  so  weniger  drückend  und  um  so
weniger  mit  Defraudationen  verknüpst  würde.