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der  einzigen  Zellischen  Prinzessin  schon  gefaßt  hatte,  und  die
er  selbst  noch  vor  dieser  Epoche  dem  Hannöverschen  Hause
nun  fast  ungesucht  zusirdmen  sah.  Die  vertraulichste  Correspondenz
  nach  Versailles  nährte  seinen  unruhvollen  Ehrgeiz.
Das  lebhafteste  Gefühl,  was  Thätigkeit  und  Correspondenz
ausrichten  könne,  gab  ihm  unermüderen  Muth.  Die  Friedfertigkeit
  seines  älteren  regierenden  Bruders  machte  ihn  noch
rascher;  kein  Minister  durfte  ihm  erst  rathen;  kein  Sekretär
erst  Concepte  entwerfen;  er  war  selbst,  was  er  seyn  wollte.

Kaum  waren's  vier  Wochen  nach  der  feierlichen  Investitur
  mit  der  Churwürde,  die  Grote  und  Limpach  zu

Wien  erhielten,  so  hatte  schon  seine  Betriebsamkeit  cine  große

Allianz  zu  Stande  gebracht.  Schon  zwolf  der  angesehensten
Fürsien  Deurschlands  hatten  sich  vereinigt,  den  weirgreifenden
Planen  des  kaiserlichen  Hofes  muthig  zu  widersprechen,  die
theuererworbene  Reichsconsiitution,  wenn  es  nöthig  werden
sollte,  gewaffnet  zu  behaupten,  und  dic  Vollendung  der  neunten
  Chur,  die  aller  Reichsconstitution  vdllig  zuwider  sey,  nie
zu  gestatten  *).  Der  Krieg  gegen  das  Zellische  Hans  schien
schon  anzufangen,  noch  ehe  sich  diese  Alliirte  zum  Krieg  alle
gerüstet  hatten.  König  Christian  von  Dänmark  ließ  Ratzeburg
  bombardiren,  sein  General  Wedel  trieb  Kriegscontribution
  im  Lauenburgischen  ein.  Als  Herzog  von  Holstein-Glücksiadt
  war  der  Koͤnig  ein  Mitglied  des  großen  Fürstenbundes;
  als  Kbnig  rächte  er  sich  nun,  daß  Georg  Wilhelm
und  Ernst  August  Hamburg  gerettet,  daß  Brandenburg  und
das  Lüneburgische  Haus  seinen  Reunionsversuchen  schneller
Gränzen  gesezt  hatten,  ehe  er  so  viel  gewann,  daß  er  nach

*)  f.  Pütters  größeres  Handbuch  der  Reichshistorie  S.  891.