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Devotion  des  neuerhoͤhten  Zellischen  Hauses,  das  so  Deutschkuͤhn
  in  der  Meklenburgischen  Executionssache  mit  Schweden
und  Churbraudenburg  gemeinschaftlich  handelte.  Die  Negociation
  zu  Ryswik,  wo  Stratmann  als  zweiter  kaiserlicher
Gesandter  selbst  gegenwärtig  war,  verwirrte  sich  so  labyrinthisch,
  daß  selbst  auch  auf  diesem  Congresse,  den  die  erlauchteste
  Reichsdeputation  glänzend  gemacht  hatte,  nic  doch  entschieden
  werden  zu  können  schien,  was  nicht  schon  vorher
auf's  klarste  entschieden  worden  war.  Eine  Wahrscheinlichkeit
  war  es  mehr  zum  glöcklichen  Ausgange,  da  Churfürsi
Friedcrich  August  von  Sachsen,  um  Geld  genug  für  die  Polnischen
  Woiwoden  zu  haben,  denen  er  eine  Krone  abkaufen
wollte,  das  Chursächsische  Recht  an  Lauenburg  feil  machte,
und  ehe  er  sein  Proceßglück  recht  versuchen  mochte,  dem  Zellischen
  Hause  um  600,  000  Thlr.  all'  sein  Racht  abtrat,  aber
doch  nur  eine  Wahrscheinlichkeit  mehr.  Indeß  der  Tod  des
Königs  von  Schweden,  auf  dessen  muthigsic  Unterstützung
Churfürsi  Ernst  August  hätte  rechnen  können,  der  glückliche.
Ausgang  der  Franzdsischen  Kabale  zu  Ryswik,  das  Gewirre
der  Staatsnegociation  wegen  bevorstehender  Spanischer  Erbfolge
  mehr  als  eine  Wahrscheinlichkeit  veranlaßten,  daß  Leopold
  nachgeben,  und  mit  scheinbarsier  Großmuth  bald  oder
spät  doch  noch  ein  —  fremdes  Opfer  bringen  könnte.

Das  Geld  war  bezahlt  zu  Wien,  der  Churfürsi  noch
ungewiß.  Kaum  vierzehn  Tage  nach  ausgefertigtem  Churdiplome
  hatten  schon  die  Calenbergischen  Landstände  100,000
Thaler  verwilligen  sollen  7),  wer  weiß,  wie  viel  Ernst  August
  und  Georg  Wilhelm  selbst  noch  zulegten,  bis  die  erste

6  )  s.  die  s—  4.  Jun.  1692  iu  Cortreji  Corp.  lur.
Publ.