Nr.  VII.

Vertrag  zwischen  Herz.  Friederich  von  Zelle
und  Herz.  Georg  von  Calenberg  8.  Octob.
1636.

Von  GOTTES  Gnaden  Wir  Friederich  und  Georg
Hertzogen  zu  Braunschweigk  ond  Lüneburgk  2c.  Juegen  hiemit
  jedermänniglich,  weme  dies  vber  kurz  oder  lang  zu  lesen
vorkombt  zu  wißen.

Als  Gott  der  Allmächtige  abermals  in  vnser  Fürftl.
Hauß  vnd  Familien  einen  sehr  starcken  Riß  gethan,  ond  seinen
  vnwandelbahren  Willen  vnd  Rath  nach  den  ersten  Tage
dieses  Monats  Octobris  den  Weyland  hochwürdigen  hochgebohrnen
  Fürsten  Hru.  Augusium  den  Eltern,  pollolirten  Bischofen
  zu  Ratzeburgk  2c.  Vusern  freundlichen  lieben  Brudern,
vndt  relpeclire  Gevattern,  Chrisimilten  Angedenkens  auß
dieser  müheseligen  zergeucklichen  Welt  in  sein  ewig  wehrendes
Reich,  durch  den  zeitlichen  Todt  abgefordert,  deßen  Ld.  Fürsienthumb
  Graff=  Herrschafften  ond  Leuder  ohnzweifentlich
auf  vns,  als  derselbigen  durch  Gottes  Gnade  vnd  Barmberzigkeit
  vber  lebende  beide  Vrüderc,  einzig  vnd  allein,  Jedoch
nach  Inhalt  der  Brüderlichen  Erbvertrage  verfällen,  vnd  zwischen
  gedachtes  vnsers  Hochsehl.  Brudern  Ld.  ond  vnß  wegen
  des  durch  tödtlichen  Hintrit  des  weil.  auch  Hochgeb.
Fürsten  Hern  Friedrichen  Blrichen,  Herzogen  zu  Braunschweigk
  ond  Lüneburgk  onsers  freundl.  lichen  Vettern  erbfneten,
  von  vus  freiwillig  accephirten  Fürsienthumbs  Calenbergs
  vnd  dessen  permentien  wic  auch  sonsten  den  27ten