385

Friede,  hinwieder  zu  gelangen  absehen  koͤnnen,  So  wollen
Wir  solch  Werck,  so  viel  immer  mueglich  ingesamt  reallumiren,
  ondt  des  wegen  sowol  bey  Ihro  Kayserl.  Majstt  alß
dem  Churfrstl.  Collegio  fürderlichst  einkommen,  wie  nicht
weniger  vmb  der  Interpolition  vbermachen  vmb  Befürderung
willen,  bey  der  Konigl.  Würden  in  Dennemarck  bewegliche
Inliantien,  darnebst  auch  bey  Chur  Sachlen  Brandenburg,
Er  Bischoff  zu  Bremen,  Mecklenburg  vnd  Holstein,  nortorff
Eirinnerung  thun,  Vudt  weiln  man  Nachrichtung  hat,  daß
das  Hauß  Sachsen  vndt  Anhalt  of  den  Collegieltag  zu
schicken  gemeinet,  auch  dieselbige  dienstlicher  maßen  ersuchen,
vnd  da  ndtig  mit  derer  2Ld.  Räthen  auß  diesem  Werck  durch
vnserigen  mündlich  communiciren,  vnd  nichts  vnterlaßen
was  zu  Fortstellung  solches  Wercks  nütz  ond  ersprieslich  sein
kann  vnd  mag,  Weiln  aber

Vors  12te  der  Eflect  vnd  Erfolg  noch  ongewis  ein
solch  wichtiges  Werck  auch  viel  Zeit  erfordert,  ond  einßzwischen
  die  Gefahr  nichr  allein  nicht  weit,  sondern  gar  in  vil.
ceribus  onserer  Fürstenthumb  erhaftet  darbey  wir  vns  unmueglich
  pure  pallive  betragen  mögen,  Vud  wir  Hzg.  Georg
von  wegen  des  Niedersächsischen  Crayses  annoch  Sechs  Regimenter
  so  in  onsers  Fürstl.  Hauses  Landen  onterhalten  werden
  müssen  vnterm  Commando  haben,  So  ist  für  rathsamb
befunden,  dieselbige  noch  zur  Zeit  in  beständiger  devotion
gegen  Ihr  Kserl.  Majstt  2c.  vud  daß  Rüm.  Reich  zusammen
zu  behalren,  vud  zu  Verwahr=  vnd  Wersicherung  dieser  Lande
insonderheit  der  vesien  Plätze  vud  Oerter  zu  gebrauchen  wollen
  vns  auch  deren  Verpflegung  halber,  so  viel  davon  vnsern
Strang  betrift,  derogestalt  miteinander  vergleichen  daß  sich
keiner  vber  den  andern  zu  beschweren,  es  vusern  armen  Vn-Erittleré

  fünnntl.  Werle.  VII.  Bo.  275