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cerniret,  sind  wir  beide  Lampadius  und  ich  nicht  in  geringe
odia,  sonderlich  bey  Herzogs  Albrecht  zu  Sachsen  Lauenburg,
  der  damahls  sich  in  Kayserliche  Kriegsdienste  vfgehalten,
  eingeflochten  worden,  worauf  auch  wohl  schwerc  offenlen
  und  Vindicta  erfolgt  wäre,  wenn  nicht  die  goͤttl.  Providenz
  vester  geschötzet.

Ao  1629  menle  Jenuarii  ober  Febr.  schrieb  Herr  udewig
  Ziegenmeier,  damahliger  fürstl.  braunschweigischer  abgeordneter
  am  Kayserl.  Hof,  dahin  ihn  Herzog  Friedrich  Ulrich
  abgefertigt,  wie  daß  des  Kaysers  Ferdinandus  II.  Majestät
  das  ganze  Fürstenthum  Wolfenbüttel  und  Calenberg

dem  Churbairischen  General  Grafen  von  Tylli  für  400  Rehr.

in

wollte  übergeben  und  ihn  darin  immittiren;  bath  höchlich
um  adliltenz.  Darauf  wurde  im  Martio  deßclbigen  Jahres
  in  pleno  conlilio  geschloßen,  daß  ich  zum  adliltanze
gedachten  Herrn  Ziegenmeier  sollte  am  Kaiserl.  Hof,  und
dahin  sehen,  daß  in  der  Sache  nichts  præjudicirliches  mochte
  verordnet  werden,  bis  das  ganze  fürsil.  Hauß  Br.  und
Lüneburg  eine  Samtlegation  werde  nachschicken,  welches
ohnverzüglich  geschehen  sollte,  und  bin  ich  also  im  Marlio
ohngefehr  den  22.  oder  25.  von  Wolfenbüttel  ufgebrochen
und  denselbigen  Tag  durch  Unvorsichtigkeit  des  Gutschers  in
augenscheinliche  Gefahr  Leibes  und  Lebens  zwischen  Wolfenbüttel
  und  Halberstadt  gerathen,  indem  derselbige  in  die
Tiefe  des  Waßers,  die  Bode  genannt,  gesetzet,  also  mit  dem
Wagen  schon  angefangen  zu  schwimmen.  Gott  der  Allmächtige
  hat  aber  gnädiglich  geholfen,  daß  ich  aus  der  Gefahr
ganz  sicherlich  erretter.

Am  25ten  ejusdem  bin  ich  zu  Leipzig  und  den  28ten
zu  Dresden  angelangt.