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Als  ich  nun  von  melnem  gnaͤbigsten  Fürsten  und  Herrn
ein  creditiv  an  den  Herru  Churfuͤrstl.  Sächsischen  Praͤsldenten
  des  geheimen  Raths  Herrn  Casper  von  Schoͤnberg  (qui
vir  orat  magnie  auctoritatis  apud  electorem)  bey  Händen
  gehabt,  habe  ich  solches  übergeben  laßen,  und  bin  darauf
  von  ihm  dem  von  Schoͤnberg  (vwelcher  aber  an  dem
Fuße  Mangel  hatte,  dahero  daß  er  ihm  lalva  reverenliadie
  Nägel  an  den  Zehen  per  chirurgum  abnehmen  laßen
und  der  Barbier  zu  tief  geschnitten,  nicht  gehen  noch  stehen
können,  auch  nachgehends  im  folgenden  Sommer  an  dem
Unglück  sein  Leben  einbußen  muͤssen  und  Todes  verfahren)
gehdret,  und  habe  auf  meine  Werbung  außer  allerhand
Complimenten  keinen  sondern  Trost  erhalten.  Er  hat  mir
denn  zu  allererst  entdeckt,  daß  das  Kayserl.  Edict  wegen
Reltitution  der  geistl.  Güter  von  Wien  daselbst  intimirt,
gerieth,  darauf  per  discursum,  in  har  lormalia  verba
erumpirt.  Ich  habe  alle  dle  Städte  und  protocolle  so  ao
1555  bey  Errichtung  des  Religlons  Frledens  beschlossen,  und
befinde  ich  Kayserl.  Edlet  den  Rechren  und  Billigkeit  gemäs
et  cet.  Ich  habe  darauf  kein  Wort  geantwortet,  war  darauf
nicht  inltruiret,  sondern  nahm  meinen  gebührlichen  Abschied.
Mit  welchem  Herzen  und  Beschwerungen  nun  ich  darauf
meine  Reise  fortgesetzet,  und  was  für  Hofnungen  ich  zu  einem
  guten  Succes  gehabt,  das  weiß  der  Allerhöchste  Gott,
dem  ich  dann  mit  Seufzern  und  Beten  mein  obhabendes
Geschäfte  fleisig  anbefohlen.

Wie  von  Dresden  auf  Prag  die  Reise  fortgesetzt,  hat
der  Gutscher,  dem  ich  mich  nebst  meinen  beihabenden  diener
  Johann  Jorn  aus  dem  Fürstenthum  Anhalt  gebürtig
auf  Prag  zu  führen  verdungen,  an  einem  hohen  Berge  um
geworfen,  daß  ich  also  zum  andernmahle  in  äuferster  Lei-