402

Kayserl.  Geheinue  Räthe  und  machte  den  Aufang  bey  dem
Fuͤrsten  von  Eggeberg,  als  welcher  war  damahls##lecundus
a  celare.  Derselbe  lag  in  einem  sammetnen  Talar  im
bette  krank,  war  an  Händen  und  Füssen  durch  das  Podagra
  sehr  übel  geplagt.  Auf  meine  gethanene  proposilion
kriegte  ich  die  Antwort,  es  wäre  eine  schwere  Sache,  die  ich
vorbrächte,  und;  wären  der  Rdmische  Kayser  von  Herzog
Friedrich  Ulrich  und  Dero  Bruder  Herrn  Christian  dem  jüngern
  beide  Herzoge  zu  Braunschweig  und  Lüneburg  hochlich
ostendiret.  Wenn  dieselbige  sich  hätten  in  den  Terminis
dero  HE.  Vaters  Herzog  Heinrich  Julius  behalten,  wäre  ihnen
  sehr  wohl  gewesen.  Er,  der  Fürst  von  Eggenberg  könnte
mir  keine  gedeiliche  Relololion  ertheilen,  sondern  wollte  für
seine  Persohn  gerne  thun,  was  moͤglich.

Vey  dem  Herrn  Reichs  Vice  Canger  Peter  von  Stralendorff
  item  beym  HE.  Reichshofraths  Präsi  denten  Grafen
von  Fürsienberg  bekam  ich  gleiche  relolution,  und  hengte
derselbe  noch  dabey  an,  warum  der  Herzog  Friedrich  „Ulrich,
wie  S.  F.  G.  vom  Konig  von  Dännemarck  abgesetzt,  nicht
kavserl.  Pardon  gebeten,  wer  das  nicht  gerathen  der  hätte
übel  gerathen.  Ich  wandte  ein,  daß  die  Kayl.  Parole,  S.
f.  g.  in  originali  in  Händen  hätten,  da  die  Kayf.  Mait.
S.  F.  G.  versprochen  nicht  zugestatten,  daß  deroselben  an
Land  und  Leuten  einiger  Nachtheil  geschehen  sollte.  Dieses
hielte  man  an  statt  eines  pardons  luflicient.

Aber  dies  half  alles  nichts,  sondern  ich  spuͤrte  soviel,
daß  daselbst  nicht  viel  gutes  pro  duce  brunsvicensi,  Domino
  meo  zu  erhalten.  Bey  dem  Herrn  von  Haubitz,  Herrn
von  Molarden,  Herrn  D.  Justo  von  Gebhard  war  nichts  zu
ichten,  so  gar,  daß  dieser  Gebhard  die  güldene  Kette,  so  ich