XIV

wahren  Verfasser  ablenkenden,  Chiffre  „K  .  .“  wie  sein
Freund  Hugo,  als  Beleg,  wie  sehr  Spittler  sich  gescheut,
die  persoͤnlichen  Verhaͤltnisse  zu  beleidigen,  uns  erzaͤhlt  (Spittler
  von  Heeren  und  Hugo,  Berl.  1812,  S.  56)  aus
dem  Grunde,  weil  Just  Henning  Böhmer  in  der  ganzen
  Untersuchung  sein  Gegner  gewesen,  und  der  Sohn  von
diesem,  der  damalige  angesehene  Professor  in  Göttingen,  dieß
übel  nehmen  konnte.  Indeß  ist  hiebei  der  feine  psychologische
Wink  Woltmann's  (Zeitgenossen  Bd.  VI.  S.  87)  nicht
zu  übersehen:  „daß  Besorgnisse  der  Art  im  Grunde  bei
„Spittler'n  weniger  mit  einer  übertriebenen  Furchtsamkeir,
„als  mit  dem  Vergnügen  zusammenhiengen,  Verhältnisse  be-„rechnet
  zu  haben,  die  Besorgniß  einflößen  könnten,  und  daß
„er  lieber  diese  festhielt,  als  jenes  Vergnügen  einbüßte.“

Zu  seinem  großen  Bedauern  war  der  Herausgeber  bei
Nr.  XIV.  nicht  im  Stande,  die  von  dem  Verfasser  in  der
Göttingischen  Sozietät  der  Wissenschaften  den  20.  Jan.  1786
unter  dem  Titel  „Spicilegium  historiæ  antiquioris  Novi
„Testamentic  verlesene  Abhandlung  selbst  aufzufinden.  In
der  Vorrede  zum  VIII.  Bande  der  Sozietätsschriften  (S.  XI.)
ist  derselben  in  der  Chronik  des  gedachten  Jahres  mit  dem
Beisatze  v(Servatur  Volumini  IX.)«  erwähnt;  allein  weder
dieser,  noch  ein  folgender  Band  enthält  sie.  Nach  einer  dem.
Herausgeber  von  dem  nun  verewigten  Geh.  Justiz-Rathe
Eichhorn  in  Göttingen  mitgetheilten  Vermuthung,  scheinen
ängstliche  Seelen  aus  Sorge,  daß  wenn  die  Schriften  des
N.  T.  so  späte  Publizität  erlangt  hätten,  dieß  dem  Kanon
des  N.  T.  Gefahr  bringen  möchte,  den  Verfasser  veranlaßt
zu  haben,  die  Abhandlung  zu  unterdrücken.  Obne  Zweifel
können  in  unsern  Tagen  solche  Besorgnisse  nicht  mehr  auschlagen
  und  so  suchte  der  Herausgeber  die  Lücke  wenigstens  durch