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hen  durch  ihn  die  meisten  Ansprachen  und  Verbandlungen
Gottes  mit  den  Menschen.

Das  ist  nun  die  berufene  Hypothefe,  über  der  man  aus
dem  Verfasser  schon,  weiß  nicht  was,  gemacht  hat.  Die
Gegner  des  gewöhnlichen  Lehrbegriffs  haben  gejauchzt,  daß
nun  auch  wiederum  ein  denkender  Kopf  auftrete,  der  die
Widersprüche  des  sogenannten  Athanastanismus  aufdecke,  sich
durch  tausend  Krümmungen  zu  helfen  suche,  und  endlich
demselben  doch  einen  ködtlichen  Stoß  gebe.  Andere  rochen
sogar  Spuren  des  Sabellianismus;  und  eine  dritte  Parthei,
  freilich  unter  allen  die  blödeste,  rief  muthig  alle  Theologen
  zur  Untersuchung  auf,  als  ob  da  von  weiß  nicht  was
die  Rede  wäre,  ganz  neue  Lehrformen  gebildet,  ausgeheitert
worden  wären,  woran  schon  so  viele  Jahrhunderte  so  viele
denkende  und  nicht  denkende  Koͤpfe  gearbeitet  haben.

Man  trete  doch  näher  hinzu,  und  lasse  den  Urlspergerischen
  Verdiensten  Gerechtigkeit  widerfahren,  daß  sie  weder
durch  unverständiges  Lob  geschändet,  noch  durch  kezersüchtigen
  Tadel  entstellt  werden.  Es  ist  gar  nicht  von  Veränderung
  unsers  Lehrbegriffes  von  der  Dreieinigkeit  die  Rede.
Hr.  U.  glaubt  von  ganzem  Herzen,  daß  in  dem  einzigen
Gott  drei  Subjekte  seyen:  der  Streit  ist  über  eine  einzige
Nebenbestimmung,  über  einen  einzigen  Paragraphen  unsers
Compendiums,  der  angenommen  oder  verworfen  werden
kann,  ohne  daß  die  Lehre  selbst  im  mindesten  untergraben
wird.

Man  hat  den  Vortheil  groß  gerühmt,  den  diese  Hypothese
  in  den  Streitigkeiten  mit  den  subtilern  Arianern  haben
würde:  wir  werden  in  der  Folge  sehen,  ob  man  zu  solchen
Erwartungen  berechtiget  ist.  Ich  wünschte  aber  nicht,  daß
meine  Leser  bei  Untersuchung  der  Urlspergerischen  Hypothese

Spittler's  sà  mmtl.  Werke.  VlII.  Bd.  4