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diesen  Nutzen  vor  Augen  hätten.  Nichts  hindert  mehr  am
kaltblürigen  Forschen  nach  Wahrheit,  als  wenn  wir  uns
schon  zum  voraus  vorsiellen,  so  und  so  ließe  sich  doch  noch
ein  Gegner  zurecht  bringen;  zunächst  solle  es  ohne  dieß  niemal
  darum  zu  thun  seyn,  auf  alles  antworten  zu  können,  was
jeder  spitzfindige  Kopf  einwirft,  sondern  vielmehr  um  eine
unumstößliche  Gründung  unserer  Ueberzeugung.  Wir  können
  und  sollen  bei  dieser  beruhiget  seyn,  ob  wir  auch  nicht
alle  Zweifel  befriedigend  aufloͤsen  koͤnnen:  wer  wuͤrde  je  in
einer  Sache  gewiß  werden,  wenn  seine  Gewißheit  erst  davon
abhinge?  Moͤchten  meine  Leser  die  Frage  ganz  vergessen:
ob  sich  die  gewoͤhnliche  Meinung  oder  die  Urlspergerische
Hypothese  leichter  vertheidigen  lasse?  Es  kommt  nun  einzig
  darauf  an:  was  sagt  uns  die  Bibel?  In  Lehren  von
der  Art,  wie  die  gegenwärtige,  ist  ohnedieß  die  Faßlichkeiteiner
  Hypothese  nichts  weniger,  als  ein  Charakter  ihrer
Richtigkeit.  .

.  Herr  U.  selbst  scheint  seine  Hypothese  für  neu  zu  halten,
  vielleicht  weil  sie  niemand  so  umstaͤndlich,  so  aus  den
ersten  Grundsätzen  heraus  bewiesen  hat,  als  er.  Was  ein
troßer  Mann  sagt,  ist  nicht  jedem  vom  Volk  zu  wiederholen
  erlaubt:  Ihm,  der  sich  in  alle  seine  Ideen  so  anschauend
hineindenkt,  der  wirklich  einen  großen  Theil  immerhin  selbst
erfindet,  oder  wenigstens  die  gelesene  sich  so  zu  eigen  macht,
daß  er  unter  seiner  Meditation  nun  nicht  mehr  unterscheiden
  kann,  ob  er  diesen  Geoanken  irgendwo  gelesen,  oder
nun  das  ersiemal  aus  sich  selbst  herausgenommen  habe,
ihm  sen  es  erlaubt,  zu  glauben,  daß  das  carmina  non
Prius  audita  sepen:  aber  die,  so  nur  Stein  und  Kalk  berbeiführen,
  die  nur  vom  Wonnegefühl  einer  eigen  durchgedachten
  Ides  bezaubert  werden,  sollen  es  durchaus  nicht