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nachrufen.  Letzteren  also  zur  Belehrung,  daß  es  a  priori
aͤusserst  unverstaͤndig  ist,  zu  glauben,  daß  in  einer  Materie,
an  welcher  sich  der  Scharfsinn  aller  Scholastiker,  und  nach
ihnen  der  Fleiß  so  vieler  andern  Theologen  geuͤbt  hat,  noch
eine  dogmatische  Hypothese  uͤbrig  seyn  koͤnne,  welche  nicht
schon  einmal  aufgestellt  worden:  und  sollte  denn  die  Geschichte
  des  Streits  zwischen  Virringa  und  Roellius  so  unbekannt
  seyn?  Weißmann  hat  sowohl  in  seiner  Kirchengeschichte
  durch  brauchbare  Auszüge  denselben  ins  vollkommenste
  Licht  gesetzt,  als  auch  in  seinen  akademischen  Schediasmen
  ein  pragmatisches  Urtheil  darüber  gefällt.  Man
sieht  in  der  Anmerkung,  *)  daß  Roellius  fast  auf  eben  dem
Wege  zu  seiner  Hypothese  gekommen,  wie  Herr  U.  Man
erkennt  aber  auch  den  Nachtheil,  welcher  daraus  entsteht,
wenn  man  bei  seinen  dogmatischen  Bestimmungen  nicht  einfältig
  auf  die  Wahrheit  siebt,  sondern  immer  polemische
Seitenblicke  ihur,  ob  nicht  durch  dieses  und  jenes  ein  Gegner
  eher  gewonnen  werden  könnte.

Doch  Herr  U.  mag  nun  Vorgänger  gehabt  haben,  oder
nicht,  vielleicht  war  es  unsern  Zeiten  aufbehalten,  die  damals
verdrängte  Wahrheit  (denn  Vitringa  behielt  den  Platz)

5)  Si  proprie  sumendae  sint  voces  illae,  Patris,  silii,  genera.
lionis,  duo  modo  patrem  solum,  verum  el  summum  Deum
esse,  silium  non  nisi  lacium  et  minorem  Deum,  resutari
aolide  possint,  non  video.  Diss.  theol.  de  generetione  filli
Dei.  p.  39.  Und  wieder  p.  62.  Ego  videns  co  redire  cum
Arianis  disputalionem;  ut  vel  illis  concedamus,  Christum
sactum  Deum  esse,  vel  de  ipeo  negemus,  generalionem
proprie  diclam,  h.  e.  productionem  ex  non-  existentibus,
non  aliler  iudicare  potui,  quam  voces  istas  improprie  inlelligi
  debere.  Weißmanns  urtheil  bierüber  ist:  persuasum

hahemus,  ab  impudentisc  crimine  non  posse  absolvi  Roellium.
  Sched.  acad.  p.  42.