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durch  Hülfe  unserer  geläuterten,  eregelischen  und  pbilosophischen
  Kenntnisse  aufs  neue  ans  Licht  zu  stellen.  Ich  werde
mich  blos  auf  das  Verhaͤltniß  einschraͤnken,  welches  durch  zeugen
und  gezeugt  werden  ausgedruͤckt  wird:  denn  die  einzige
Stelle,  wo  dem  heiligen  Geist  ein  Ausgehen  vom  Vater  zugeschrieben
  wird,  ist  zu  dunkel,  als  daß  man  vieles  darauf
bauen  könnte,  und  diejenigen,  die  einen  blos  dkonomischen
Ausgang  annehmen,  haben  den  Zusammenhang  der  ganzen
Rede  für  sich.
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Sohn  Gottes  ist  nach  dem  Sprachgebrauch  der  Schrift
in  seiner  allgemeinsten  Bedeutung  derjenige,  dem  sich  Gott
in  Vergleichung  mit  andern  Menschen  näher  und  unmittelbarer
  offenbaret.  Wie  ein  Vater  durch  den  Sohn  seine
Befehle  an  die  uͤbrige  Familie  ergehen  laͤßt,  wie  dieser  den
nächsten  Zutritt  hat,  wie  er  oft  die  Stelle  des  Vaters  vertritt;
  so  läßt's  sich  auch  in  Gortes  Regierung  erkennen,
wer  sein  Sohn  ist.  Deßwegen  waren  die  Israeliten  im  alten
  Testament  Söhne  Gottes,  und  unter  ihnen  wiederum  in
einem  vorzüglicheren  Verstande  ihre  Obrigkeiten  und  Könige.
Je  fähiger  auch  einer  von  diesen  zu  den  goͤttlichen  Belehrungen
  war,  je  genauer  er  bei  Gottes  Vorschriften  blieb,  je
mehr  Gott  seinen  Willen  durch  ihn  an  die  übrigen  bringen
lassen  konnte;  in  desto  vorzüglicherem  Verstande  war  er
Sohn  Gottes.  So  verspricht  Jehovah  dem  Salomo  ganz
besonders:  Ich  will  dein  Vater  seyn,  und  du  sollt  mein
Sohn  seyn.  Da  im  neuen  Testament  jener  Unterschied  auf-Lehoben
  ist,  daß  sich  Gott  blos  gewissen  Auserkohrnen  offenbarer,
  sondern  sein  Geist  allen  Menschen  gleich  nahe  ist,
so  sind-  alle  Christen  Söhne  Gottes;  und  weil  ihre  Erkenntniß
  weit  deutlicher,  weit  geistiger  ist,  als  die  Erkenntnisse,