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auch  der  grösten  Männer  im  alten  Testamem,  so  sind  sie
auch  in  vollkommnerem  Genuß  der  Kindschaftsrechte.

Zum  Sohne  gehört  Aehnlichkeit  mit  dem  Vater.  Im
alten  Testament  war  oft  blos  eine  gewisse  änßere  hinreichend:
  so  heißen  im  Zosten  Pfalmen  die  Israelitischen
Obrigkeiten  Söhne  Gottes,  Söhne  des  Allerböchsten,
selbst  auch  noch  da,  wo  ihre  Ungerechtigkeiten  bestraft  werden,
weil  sie  nun  einmal  diejenigen  waren,  durch  welche  Gott
seine  Gerichte  halten  ließ,  Repräsentanten  Gortes  unter
  den  Israelirten.

Bei  der  gbttlichen  Ausführung  aus  Egypten  wird  Israel
das  erstemal  erstgeborner  Sohn  Gottes  genannt,  weil
dieß  der  Anfang  jener  Periode  war,  da  sich  Gott  mit  diesem
  Volk  allein  in  die  genauesie  Verbindung  einließ,  hingegen
  bei  den  andern  Nationen  die  Zeiten  der  Unwissenheit
einbrachen.  Im  neuen  Testament  ist  der  Begriff  viel  vollkommener,
  und  dem  weit  angemessener,  was  wir  von  Gottes
  Heiligkeit  wissen.  Wir  sind  Söhne  Gottes,  wenn  wir
heilig,  wenn  wir  vollkommen  sind,  wie  es  unser  Vater  im
Himmel  ist.  «  »

Nun  alle  diese  verschiedene  Beziehungen,  nach  welchen
ein  Mensch  die  Benennung  Sohn  Gottes  verdienen  kann,
vereinigen  sich  im  vollkommensten  Verstande  bei  Jesus  Christus.
  Er  ist  nicht  nur  Repräsentant  der  Gottheit,  er  ist
sichtbarer  Gott,  durch  ihn  gehen  alle  Gnaden-Entschliessungen
  Gottes,  alle  Offenbarungen  an  die  Menschen,  er  ist  im
Schooße  des  Vaters,  also  in  der  innigsten  Vereinigung,  er
hat  einen  Zutritt  (doch  dieses  Wort  ist  hier  viel  zu  schwach)
den  auch  das  vollkommenste  Geschöpf  nicht  hat,  noch  haben,
kann.  Er  allein  ist  so  vollkommen,  so  heilig,  wie  der  Vater
  isl.  Wovon  also  Menschen  nur  elende  Schattenbilder