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sind  das  ist  er  im  Urbild.  Immer  eine  unendliche  Distanz
zwischen  ihm  und  jenen;  aber  doch  Aehnlichkeit,  und  doch
wird  immer  noch  der  naͤmliche  Begriff  von  zeugen  und  von
Sohn  seyn  beibehalten.  Ist  hiedurch  aber  der  Schrift-Begriff
  erschopft?  Macht  sie  nicht  einen  wesentlichen  Unterschied
  zwischen  unserer  Sohnschaft  und  der  Sohrnschaft  des
Eingebohrnen?

Christus  ist  Gottes  eigenster  Sohn.  (Röm.  8,  32.)
Gott  ist  sein  eigenster  Vater.  (Joh.  5,  18.)  Er  ist  Sohn,
wie  sonst  kein  Engel  und  kein  Mensch  Gottes  Sohn  ist,
nicht  nur  dem  Grade  nach  von  diesen  verschieden,  sondern
auf,  eine  ganz  eigene  Art.  Bei  diesen  ist  der  Begriff  tropisch,
  bei  ihm  allein  nicht:  denn  Gott  ist  sein  Vater,  wie
er  sonst  keines  Wesens  Vater  genannt  werden  kann.  Darauf
  daß  er  Sohn  ist,  beruht  sein  großer  Vorzug  vor  allen
Geschöpfen:  sie  alle  sind  geschaffen,  er  ist  der  Gezeugte,  und
Jeugung,  wenn  dieses  Wort  von  ihm  gebraucht  wird,  ist
nach  der  eigenen  Erklärung  der  beiligen  Schrift  Mittheilung
der  ursprünglichen  Lebensquelle:  denn  wie  der  Vater  har
das  Leben  in  ihm  selber,  so  hat  er  auch  dem  Sohn  gegeben,
zu  haben  das  Leben  in  ihm  selber.  Man  kann  diesen  Spruch.
nicht  wohl  von  der  menschlichen  Natur  Christi  verstehen,
denn  diese  erhielt  ihre  ursprüngliche  Lebenskraft  nicht  durch
das  Geben  des  Vaters,  sondern  durch  die  personliche  Vereinigung
  mit  dem  Logos.

Wenn  die  Erklärung  des  Herrn  U.  wahr  seyn  sollte,
so  verldre  das  Beiwort  eigen  den  ganzen  Nachdruck,  der
ihm  nach  dem  griechischen  Sprachgebrauche  gehört.  So
unterschieden  die  Griechen  den  angenommenen  Sohn  von
dem  phyfsisch  erzeugken,  so  den  wahrhaftig  natürlichen  Vater
von  dem,  der  blos  durch  Wohlthaten  ein  Recht  auf  diesen