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Namen  bekam.  Und  was  ist  der  Logos  nach  Herrn  U.  Erklärung
  anders,  als  angenommener  Sohn?  Man  setze  den
Fall:  zwei  Menschen  von  völlig  gleicher  Würde  und  Ansehen
  begeben  sich  um  gewisser  Absichten  willen  in  ein  solches
  Verhältniß  gegen  einander,  daß  der  eine  dem  andern
kindlichen  Gehorsam  leiste,  von  ihm  sich  leiten  lasse,  das
Kommunikations-Werkzeug  sey,  wodurch  dieser-in  einer  gewissen
  Sphäre  würkt.  Wer  wird  sich  zu  dem  Aueêdruck  berechtiger
  halten,  dieser  sey  ein  natürlicher  Sohn  von  jenem?
Bleibt  nicht  immer  eine  Hyperbel  im  Ausdruck,  besonders
noch,  wenn  er  im  Gegensatz  mit  andern,  bei  welchen  alles
obige  nur  im  geringern  Grad  ist,  natürlicher  Sohn  genannt
wird?  Und  ich  kann  mich  nicht  überreden,  daß  besonders
in  der  Stelle  Röm.  8.,  wo  es  eigentlich  Absicht  des  Aposttels
  ist,  die  Größe  der  Person  Jesus  Christus,  und  sein
Verhältniß  gegen  den  Vater  zu  zeigen,  irgend  ein  hyperbolischer
  Ausdruck  statt  finde,  den  man  nicht  nach  seiner  ganzen
  Schärfe  nehmen  darf.

Die  natürliche  Abstammung  oder  ein  gewisses  Verhältniß
  der  Eristenz  ist  offenbar  dasjenige,  woran  man  zuerst
denkt,  wenn  man  die  Wörter  Vater  und  Sohn  in  ihrer  eigentlichen
  Bedeutung  nehmen  will:  und  warum  sollten  mich
also  Schwierigkeiten  abhalten,  den  Worten  der  Bibel  ihren
ganzen  Nachdruck  zu  lassen?  Man  substituire  einmal  im
obigen  Spruch  statt  der  Worte  Pauli,  den  Begriff  des  Hrn.
U.  wie  matt,  wie  kraftlos  wird  der  Schluß  desselben  seyn!
Ueberhaupt  scheint  es  mir  verwegen,  wenn  Gott  von  sich
sagt,  er  habe  einen  eigenen  Sohn,  so  geradezu  bestimmen
zu  wollen,  wie  das  genommen  werden  müsse.  Was  doch
Gott  eigen  hat,  das  muß  er  in  einem  Sinne  haben,  den
wir  nicht  errathen  können,  da  alle  unsere  Kenntnife  bloße