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schaute  er  den  künftigen  Verfall  des  menschlichen  Geschlechts,
und  in  Ruͤcksicht  auf  Christum  beschloß  er,  diejenigen  zu
retten,  die  an  ihn  glauben  würden.

So  konnte  Paulus  die  Entschließung  Gottes,  Menschen
zu  beglücken,  gar  wohl  vor  der  wirklichen  Schdpfung  setzen,
damit  er  seinen  Glaubigen  den  Gedanken  benähme,  als  ob
Gott  durch  die  List  des  Teufels  um  seine  Absichten  gekommen
  wäre,  in  der  Folge  aber,  um  wenigstens  einen  Theil
derselben  zu  erreichen,  endlich  jene  Beseeligungs-Anstalten
in  seinem  Sohn  gemacht  habe.

Das  sind  also  Rathschlüsse  Gottes,  bei  denen  man  sich
in  allweg  denken  kann,  daß  er  sie  schon  vor  aller  Welt
Schôpfung  gefaßt  habe:  aber  wenn  von  gewissen  Verhältnissen
  die  Rede  ist,  in  denen  die  drei  Subjekte  in  dem  einzigen
  Gott  vor  aller  Welt  Anfang  gestanden  seyen:  so  scheint
die  Natur  der  Sache  zu  erfordern,  daß  man  sich  dieselbe
als  nothwendige  Verhältnisse  vorstelle.  3

Wenn  wir  erdlich  auch  Herrn  U.  zugeben  wollten,  daß
es  nicht  unmdglich  sey,  aus  der  bloßen  Natur  der  Prädikate
  zu  bestimmen,  ob  sie  ökonomisch  seyen,  oder  nicht  ?  so
ist  doch  noch  die  Frage  über  die  Gültigkeit  der  Gründe,  die
er  bei  seiner  gegenwärtigen  Entscheidung  anföhrt.

„„Sohn  lasse  sich  nicht  denken,  ohne  den  Vegriff  der
Unterthänigkeit  und  Unterwürfigkeit:  werde  also  dem  Logos
eine  Unterwürfigkeit  zugeschrieben,  so  mässe  das  blos  eine
von  ihm  selbst  übernommene  seyn,  denn  wegen  seiner  mit
dem  Vater  gleich  göttlichen  Natur  und  Würde  lasse  sich
jene  nicht  als  nothwendig  denken.“

Auf  diesem  Abwege  hätte  ich  einen  im  Abstrahiren  so
geübten  Kopf  als  Herrn  U.  gewiß  nicht  befürchtet  anzutreffen,
  besonders  da  er  den  Haupteinwurf  unberührt  läßt,