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kann  sie  in  folgenden  Jahren  auf  den  Gehorsam  dieses  Kindes
  thun?

Wenn  nun  der  Logos  Sohn  Gottes  genannt  wird,  so
fallen  von  selbst  alle  Nebenbegriffe  hinweg,  die  bei  uns  erst
dadurch  hinzugekommen  sind,  daß  wir  nichts  als  Soͤhne
um  uns  sehen,  die  in  ihrem  ersten  huͤlflosen  Zustande  die
Sorgfalt  auderer  noͤthig  hatten.  Er  kann  Sohn  Gottes
seyn,  ohne  daß  seiner  mit  dem  Vater  voͤllig  gleichen  Majestaͤt
  dadurch  etwas  benommen  wuͤrde.

Clarke,  der  scharfsinnigste  Gegner  des  gewoͤhnlichen  Lehrbegriffs
  von  der  Dreieinigkeit,  macht  es  zur  Grundlage  seines
  verfeinerten  Arianismus,  daß  der  Logos  nicht  Jehovah
seyn  koͤnne,  weil  ihm  die  Selbsturspruͤnglichkeit  fehle:  denn
als  Sohn  des  Vaters  habe  er  den  Grund  seiner  Existenz
nicht  in  sich  selbst,  sondern  in  dem  Vater.

Unsere  Philosophie  hat  es  freilich  zum  Karakter  des
vollkommensten  Wesens  gewählt,  daß  es  in  sich  allein  den
Grund  seines  Daseyns  haben  solle.  Ich  will  nicht  muthmaßen,
  ob  nicht  dieser  Kanon  bei  künftigen  genauern  Untersuchungen
  der  ersten  metaphysischen  Grundsätze  solche  Bestimmungen
  bekommen  könnte,  die  uns  leichter  machten,  dieselbe
  auf  die  Lehre  von  der  Dreieinigkeit  anzuwenden.  Eine
nothwendige  Wirkung  eines  nothwendigen  Princips  ist  doch
gewiß  eben  so  nothwendig,  als  das  Princip  selbst:  sollte
es  nun  nicht  genug  seyn,  bewiesen  zu  haben,  daß  der  Logos
ein  eben  so  nothwendiges  Wesen  sey,  als  der  Vater;  und
kann  denn  auch  je  von  dem  edelsten  Geschoͤpfe  gesagt  werden,
  daß  es  von  Gott  kraft  einer  physischen  Nothwendigkeit
hervorgebracht  worden  sey,  daß  der  Begriff  dieses  Geschdpfes
zum  Begriffe  Gottes  gehöre?  Setzt  also  nicht  schon  dieses