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wonnen  werden.  Und  wird  ihnen  nicht  immer  noch  die
Ausflucht  offen  stehen,  daß  bei  der  Gottheit  die  genaueste
Uebereinstimmung  der  innern  und  dussern  Verhältnisse  seyn
müsse,  daß  es  in  dem  innern  Verhältniß  des  Logos  zum
Vater  seinen  Grund  haben  müsse,  warum  sich  jener  in  dicses
  Verhaͤltniß  der  Unterwuͤrfigkeit  gefetzt  habe.  Vielleicht
wollte  Gott,  weil  er  uns  eben  jene  innere  Verhältnisse  nicht
offenbaren  konnte,  wenigstens  durch  Offenbarung  dieser  äussern
  zu  erkennen  geben,  daß  eigentlich  der  Vater  alles  in
allem  sey.  An  Gegenexceptionen,  neuen  Fragen,  geschaͤrfteren
  Einwürfen  wird  es  gewiß  niemals  in  einer  solchen  Lehre
fehlen,  wenn  man  sich  nicht  fest  entschließt,  einmal  bei  einem
  gewissen  Punkt  siehen  zu  bleiben:  besonders  da  theologische
  Streitigkeiten  größtentheils  ein  Feld  für  den  Ehrgeiz
sind,  und  ohne  aufrichtige  Wahrheitsliebe  geführt  werden.

.  Was  könnten  wir  autworten,  wenn  ein  Gegner  unsere
Erception  auf  uns  selbst  zurückdrehen  wollte,  und  behaupten,
daß  überhaupt  die  ganze  Lehre  von  der  Gottheit  des  Logos
ökonomisch  sep;  uns  habe  sie  freilich  auf  das  allernachdrücklichste
  und  im  görtlichsten.  Glanze  müssen  dargestellt  werden,
weil  wir  nach  der  Veranstaltung  Gottes  durch  ihn  zum
Jehovah  kommen  sollten?

Ein  König,  der  seinen  ersten  Minister  zu  rebellischen
Unterthanen  schickt,  sollte  er  nicht  als  Beweis  ihres  neuversprochenen
  Gehorsams,  fordern  bönnen,  daß  sie  diosem  bis
auf  eine  gewisse  Periode  alle  die  Ehre  erweisen  sollen,  die
seiner  eigegen  Majestät  gebührt?  Wir  werden  dieser  Behauptung
  entgegensetzen,  daß  der  Logos  (Jo.  1.)  schon  vor
dem  Anfang  aller  Kreaturen  Gott  heiße,  also  nicht  in  Beziehung
  auf  Geschôpfe  diesen  Namen  führe:  allein  Herr  U.
nimmt  an,  dkonomische  Prädikate  fänden  auch  vor  dem  An-