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geben.  Ob  dazu  freilich  eine  gewisse  Gattung  von  Leuten
zu  bereden  seyn  wird,  die  immer  die  Ohren  stutzt,  wenn  sie
von  einer  neuen  leichtern  Widerlegungs-Methode  hoͤret,  das
weiß  ich  nicht.  Die  guten  Leute  wissen  meistens  von  den
alten  Autworten  nichts,  die  man  laͤngst  den  Gegnern  entgegen
  setzte:  wie  ist  von  Kindern  das  philosophische  nil  admirari
  zu  fordern?  Sie  können  dieses  neue  leichtere  endlich
noch  begreifen,  weil  es  ihnen  sieben  und  zwanzigmal  vorgekäuet
  wird;  sie  empfinden'e,  daß  es  in  ihrem  Kopf  anfängt,
ein  bißchen  zu  tagen,  und  rufen  denn  bei  dieser  Dämmerung:
  Am  hellen  Himmel  stehe  jetzt  die  Sonne,  bisher  sey
cimmerische  Finsterniß  auf  dem  Erdkreise  gelegen.  Mit
welchem  Erbarmen  muß  auf  solche  Lärmer  derjenige  herabsehen,
  welcher  Genie  und  Gelehrsamkeit  genug  hatte,  solche  Bestimmungen
  nach  seiner  Ueberzeugung  zu  berichtigen,  aber
auch  Wahrheitsliebe  genug,  den  Einfluß  dieser  Verbesserungen
  aufs  Ganze  genau  abzuwägen.

Herr  U.  hat,  um  seine  Meinung  recht  kurz  ausorücken
zu  können,  einige  neue  Kunsiwbrter  geschaffen,  und  von
einer  Wesens=  und  Offenbarungs-Dreieinigkeit  gesprochen.
  Ich  glaube  auf  die  Empfindung  eines  jeden  Lesers
  mich  berufen  zu  dürfen,  daß  die  ganze  Vorstellung  desselben
  dadurch  gar  nichts  an  Deullichkeit  gewonnen,  sondern
vielmehr  Gelegenheit  zu  unendlich  vielen  Mißversiändnissen
gegeben  sey.  Es  wird  diesen  Kunstwörtern  bald  gehen,  wie
es  von  jeher  das  Schicksal  aller  derselben  war.  Unsere  emsig
sammelnde  Theologen  werden  sie  entweder  polemice  oder
thetice  ins  Kompendium  setzen:  der  erste  verstund's  noch,
was  damit  gemeint  war,  denn  er  hatte  die  Urlspergerische
Schrift  noch  selbst  gelesen;  der  andere  hat  es  blos  vom  Sagen
  seines  Lehrers  in  den  Kollegien,  empfängt  es  also  schon