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sechzigsten  Canon  aͤcht  ist,  nach  den  glaubwürdigsten  Zeugen
nur  einen  ausmachen.  In  Isidors  Uebersetzung  ist  er  bei
den  Exemplarien,  die  ihn  haben,  mit  dem  vorhergehenden  in
einen  zusammengezogen.  Ferrand  *),  Diakonus  zu  Carthago,
  im  sechsten  Jahrhundert,  citirt  in  seinem  breuiario
nur  neun  und  funfzig:  Photius  in  seinem  Nomokanon
hat  auch  nur  so  viele:  mehrere  griechische  Handschriften,
wenn  sie  je  dieses  Verzeichniß  der  kanonischen  Bücher  haben,
  haben  es  als  einen  Anhang  des  50.  Canons.  Um  nur
ein  Beispiel  zu  geben,  so  liest  bei  Lambecius  der  44.  Coder
nur  50  Laodicenische  Schlüße,  und  er  beschreibt  ihn:  Memhransceus,
  pervetustus,  elegans  et  oplimee  notae  —  ab
Augerio  Busbekio,  vl  ipse  solita  propriae  manus  subscriptione
  testalur,  olim  comparatus  Constantinopoli.
Von  arabischen  Sammlungen,  die  nur  neun  und  funfzig
Laodicenische  Schlüsse  haben,  bemerkt  Aßemann  folgende:
T.  I.  pag.  619.  n.  2.  und  wahrscheinlich  gehört  auch  n.  3.
bieher.  Eod.  tom.  pag.  630.  n.  76.  Tom.  I..  pag.  507.
n.  36.  Ich  könnte  leicht  die  Anzahl  dieser  Jeugen  noch  um
viele  vermehren:  die  Sache  ist  aber  so  gewiß,  daß  selbst
Beveridge,  ungeachret  er  das  Verzeichniß  als  einen  besondern
  Canon  abdrucken  ließ,  dennoch  in  der  Vorrede  zum
ersten  Theil  seines  Synodikon  gar  gerne  gesteht,  daß  der
59.  und  60.  Canon  eigentlich  nur  einen  ausmachen.  Also
der  wahre  Sinn  dieses  Canon,  der  so  sehr  auf  der  Bemerkung
  seines  Zusammenhangs  mit  dem  vorgehenden  beruht,
könute  nicht  viel  streitig  seyn:  aber  desto  wichtiger  ist  die
Frage,  ob  sich  hieraus  etwas  von  den  Gesinnungen  der  Lao-*)

  v.  lustelli  bibl.  jur.  Cenon  T.  I.  p.  455.  coll.  tebula  harmonica
  Ferrandi  et  Cresconil  apud  eund.  pag.  490.