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Justinian  bekraͤftigt  nicht  nur  uͤberhaupt  die  Schluͤsse  der
vier  oͤkumenischen  Synoden,  der  Nicaͤnischen,  Constantinopolitanischen,
  Ephesischen  und  Chalcedonischen,  sondern  er
benennt  ausdruͤcklich  in  seiner  Konfirmation  auch  dasjenige  *),
was  von  diesen  Synoden  blos  bekräftigt  worden.  Justinian
har  demnach  die  Laodicenischen  Schlüße  anerkannt,  anerkannt,
  daß  auch  noch  zu  seinen  Zeiten  die  Apokalypse  so  wenig
  für  die  Gemeine  sey,  als  die  apokryphischen  Psalmen.
Der  sechzigste  Laodicenische  Canon  ist  also  nicht  bloß  Schluß
einer  Partikular-Synode,  sondern  er  ist  als  Stimme  der
Kirche  dürch  beinahe  zwei  ganze  Jahrhunderte  anzusehen.
Wenn  es  auch  vollkommen  gewiß  wäre,  daß  die  Versammlung
  meistens  aus  Arianern  bestanden  hätre,  so  ändert  dieses
  nichts  in  der  Hauptsache,  nachdem  dieser  Schluß  von
nachfolgenden  dkumenischen  Concilien  angendmmen  worden,
ungcachtet  sich  freilich  gar  nicht  begreifen  läßt,  warum  die
Arianer  die-  Apokalypse  vorzüglich  von  dem  öffentlichen  Gevrauch
  der  Gemeine  sollten  ausgeschlossen  haben.  So  viele
Schwierigkeiten  sind  mit  diesem  Laodicenischen  Canon  verknüpft,
  selbst  auch  alsdann,  wenn  man  die  gelindeste  Erklärung
  desselben  annimmt;  man  setzt  zwar  immer  mit  gutem
Grunde  die  verschiednen  Begriffe  des  Worts  kanonisch  denselben
  entgegen,  und  der  Protestant,  der  nicht  an  Concilienentscheidungen
  gebunden  ist,  sondern  weiß,  daß  keine  Entscheidungen
  unordentlicher  und  unrichtiger  gemeiniglich  sind,
als  diese,  hilft  sich  um  so  leichter  aus  allem  hinaus:  aber
doch  bleibt  immer  noch  etwas  übrig,  das  man  hinweggeräumt
  wünschte.  Fast  jeder,  der  die  Kirchengeschichte  erwas
*)  Nou.  131.  c.  I.  Gerr,Sbte  ßtz,  vochn  T#/n
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