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g.  7.

Johann  Titius,  Bischof  zu  Meaur,  ")  fand  zu  Poitou
in  der  Bibliothek  der  Canonicorum  des  heil.  Hilarius  eine
Sammlung  von  Canonen,  worin  die  Canones  apostolici,
und  die  Schlüsse  der  ältern  Synoden  enthalten  waren,  und
den  er  zu  Paris  1540.  4.  heraus  gab.  Elias  Ehinger  ließ
1614  zu  Wittenberg  einen  Abdruck  davon  machen,  verglich
damit  eine  Handschrift,  die  ihm  Hoͤschel  aus  der  Augspurger
Bibliothek  verschaffte,  und  setzte  unter  einigen  Veränderungen
  pie  lateinische  Uebersetzung  bei,  welche  man  in  den  gewöhnlichen
  Concilienausgaben  hat.  Man  sollte  fast  glauben,
seine  Augspurgische  Handschrift  habe  mit  dem  Eremplar  des
Titius  voͤllig  übereingestimmt,  weil  man  nirgends  Varianten
  bemerkt  findet;  oder  sollten  sie  sonst  ein  unglückliches
Schicksal  erlitten  haben,  daß  sie  bloß  auf  den  Titel  des
Buchs  und  nicht  in  das  Buch  selbst  gekommen?  Gesetzt
aber  auch,  wir  wüßten  einige  Varianteu,  so  würden  sie  uns
wohl  schwerlich  viel  nützen,  weil  weder  Titius  noch  Ehinger
  die  geringste  Beschreibung  von  ihrer  gebrauchten  Handschrift
  geben.  Wenn  es  richrig  ist,  daß  Ehingers  augspurgische
  Handschrift  mit  der  Handschrift  des  Titius  wirklich
so  pünktlich  genau  übereingestimmt  haben  sollte,  so  hätten
wir  hier  einen  Zeugen  für  die  Aechtheit  unsers  Canons:
aber  beide  Handschriften  rechne  ich  wegen  ihrer  völligsten
Eleichheit  blos  für  einen,  und  zwar  einen  solchen,  von  dessen
  Glaubwürdigkeit  wir  von  keiner  Seite  her  versichert  sind.
Bei  eben  diesem  Bischof  Johann  Titius  hielt  sich  zu  Trident
  während  der  dasigen  Kirchenversammlung  Gentianus.
Hervetus  auf,  und  übersetzte  den  Nomokanon  des  Photius

*7)  .  Doujat  praenot.  canon.  L.  III.  C.  7.  8.  16.