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und  eine  Sammlung  von  Coneilienschlüssen  und  Aussprüchen
  der  Kirchenväter.  Aus  Hervets  Vorrede  läßt  sich  gar
nicht  schließen,  daß  er  die  nämliche  Handschrift  dabei  zum
Grunde  gelegt  habe,  welche  Titius  1540  herausgegeben:
sondern  es  erhellt  blos  so  viel,  daß  der  Bischof  den  Abdruck
  dieser  Uebersetzung  veranstaltet  habe.  Hervets  Handschrift
  batte  die  Commentarien  oder  Glossen  des  Balsamon:
Titius  seine  aber  scheint  sie  nicht  gehabt  zu  haben.  Hervets
  Ausgabe  gehdrte  also  vielmehr  unter  obige  Balsamonsche
  Ausgaben,  als  hieher:  ich  habe  sie  aber  bloß  um  des
fast  allgemeinen  genealogischen  Fehlers  willen  hieher  gesetzt
weil  man  sich  durch  die  Vorrede  des  Buchhändlers  bei  der
Maiser  Ausgabe  (1620.  fol.)  verleiten  läßt,  sie  für  eine
Uebersetzung  des  obigen  Titischen  Coder  zu  halten.  Eben
diese  Pariser  Ausgabe  ist  ein  Meisterstück  elner  gegen  alle
Regeln  der  Kritik  besorgten  Ausgabe.  Ein  Eremplar  mit
Balsamons  Commentarien  wurde  zum  Grunde  gelegt.  Die
Uebersetzung  des  Photiusschen  Nomokanon  wurde  theils
aus  Hervets  Uebersetzung  genommen,  theils  aus  einer  Uebersetzung,
  die  Agyläus  zu  Basel  1561.  herausgegeben.  Man
supplirte  eine  Handschrift  aus  der  andern,  machte  auch  von
einigen  Ercerpren  aus  der  Vatikanischen  Bibliothek  Gebrauch,
und  von  den  Papieren  des  Präsid.  Harlay.  Doch  beklagen
sich  die  Buchhändler  in  der  Vorrede,  daß  sie  kein  Eremplar
hätten  bekommen  können,  das  ganz  so  vollständig  gewesen
wäre,  als  Hervets  Uebersetzung,  als  ob  ein  Exemplar  desto
vollkommener  wäre,  je  mehr  es  enthält,  und  als  ob  mit
einer  solchen  Ausgabe  Nutzen  geschafft  würde,  wo  aus  den
verschiedensten  Handschriften  ein  Tert  zusammen  gesetzt  wird,
ohne  daß  man  bemerkte,  woher  jeder  Theil  dieses  Tertes
genommen  sey.  Diese  Ausgabe  hat  den  sechzigsten  Laodice-