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sonst  nicht  seine  Art;  er  liefert  sie  alle  ganz.  Verstuͤmmelt
har  er  ihn  auch  nicht  etwa  aus  besondern  dogmarischen  Absichten:
  denn  gleich  S.  601.  führt  er  den  fünf  und  achtzigsten
  postolischen  Canon  an,  denjenigen,  mit  welchem  kraft
der  Bemerkung  nachfolgender  Scholiasten  unser  Laodicenischer
Canon  auf  das  Vollkommensie  übereinsiimmte.  Aber  vielleicht
  machte  das  Verzeichniß  der  kanonischen  Bücher  in
seiner  Handschrift  einen  besondern  Canon  aus?  So  hätte  er
also  doch  wohl  irgendwo  in  seiner  Sammlung  diesen  besondern
  Canon:  und  wir  haben  oben  gesehen,  daß  die  zwei
Canones,  welche  in  den  gewöhnlichen  Ausgaben,  als  der  Soste
und  6oste,  getrennt  sind,  eigentlich  zusammen  nur  einen
ausmachen.

Johann  ist  wahrscheinlich  der  ersie,  der  die  Canones
nach  den  Materien  ordnete:  denn  die  vermeine  ältere  Sammlung
  des  Theodorits  beruht  blos  auf  einer  falschen  Ueberschrift
  eines  MS.  in  der  kniglichen  Bibliothek  zu  Paris  #).

Sollte  unser  Canon  nicht  acht  seyn,  so  hat  wahrscheinlich
  dieses  Zusammenschreiben  der  Canonum  nach  den  Materien
  viel  zu  seiner  Existenz  beigetragen.  Es  war  sehr  leicht,
den  Ausdruck  kanonische  Bücher  im  59sten  Canon  so  zu  versiehen,
  das  hier  diejenige  Böcher  gemeint  seyen,  welche  man
schon  anderswo  irgend  in  den  Kirchen-Canonibus  bestimmt
habe.  Die  Canones  Apostolici  waren  die  einzigen  vermeintlich
  ältern  Kirchen-Canones,  die  ein  solches  Verzeichniß
enthielten:  also  supplirte  man  den  Laodicenischen  aus  diesen,
und  dieser  Gedanke  fiel  immer  desto  leichter  ein,  je  mehr
man  den  apostolischen  Canon  bei  dem  Laodicenischen  gleich-*)

  Doujat  praenot.  Can.  L.  III.  c.  9.  pag.  421.  coll.  Bellerinior.
  diss.  de  ant.  can.  collecl.  P.  I.  Cc.  2.  Pog.  15.