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gegen  die  Aechtheit  unsers  Canons  stimmen.  Also  zuerst  von
der  Dionysischen.
K.  12.

Dionysius  der  Kleine,  der  besonders  durch  seine  Berechnung
  des  Geburtsjahrs  Jesu  beruͤhmt  worden  ist,  lebte  zu
Rom  in  der  erstern  Hälfte  des  sechsten  Jahrhunderts,  also
ungefähr  ein  Zeitgenosse  des  Constantinopolitanischen  Patriarchen
  Johann,  von  dessen  Sammlung  ich  oben  geredet  habe;
nur  war  Dionys  schon  acht  Jahre  rodt  da  Johann  Patriarch
wurde:  denn  er  starb  um  bas  Fahr  556.  Caßiodor  ?)  rühmt
ihn  als  einen  im  Eriechischen  und  Lateinischen  vollkommen
geschickten  Mann,  der  besonders  im  Uebersetzen  eine  ganz
vorzügliche  Stärke  hatte,  und  deswegen  auch  mehreres  aus
dem  Griechischen  ins  Lateinische  uͤbersetzte.  Auf  Zusprechen
des  Bischofs  Stephan  von  Salone  übernahm  er  eine  Uebersetzung
  der  griechischen  Kirchen-Canonen,  besonders  da  die.
Prisca,  deren  er  ausdrücklich  gedenkt,  sehr  verwirrt  und  dunkel
  war.  Er  hatte  bei  seiner  Uebersetzung  mehrere  griechische
Codices  vor  sich:  denn  er  erzählt  selbst,  daß  er  die  Chalgedonischen
  Schlüsse  in  dem  einen  Eremplar  nicht  gefunden.
habe,  und  sie  deswegen  aus  einem  andern  supplirt.  Dionysens
  Uebersetzung  wurdc  in  der  Roͤmischen  Kirche  bald  allgemein
  gangbar:  eine  allgemein  gangbare  Sammlung  von
Kirchengesetzen  bleibt,  wic  leicht  zu  erachten,  nicht  lang  ohne
Zusätze,  theils  solche,  die  sich  jeder  Besiter  zu  seiner  Handschrift
  machte,  theils  auch  solche,  die  von.  dem  damaligen.
Gesetzgeber  der  Kirche  gemacht  wurden.

In  einem  Pfälzischen  Coder,  der  im  Vatikan  ist  (n.

")  De  diuinis  lectionibus.  cap.  25.  v.  Bellerin.  diss.  P.  III.
pag.  164.
Sritriers  sämmtl.  Werke  VIII.  Bd.  7