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577.),  hat  man  noch  gleichsam  das  erste  Concept  dieser
Dionysischen  Sammlung,  das  heißt,  eine  Abschrift,  die  von
allen  nachfolgenden  Ausgoben,  welche  unstreitig  den  ächten
Dionysius  liefern,  sehr  weit  abgehr,  und  doch  so  beschaffen
ist,  daß  man  in  ihr  nothwendig  die  Grundlage  erkennen  muß,
durch  deren  Vervollkommnung  Dionys  seine  zweite,  jetzt  gewöhnlich
  unter  seinem  Namen  bekannte  Sammlung  zu  stand
brachte.  In  der  Ballerinischen  Abhandlung  *)  ist  sehr  genau
  bemerkt,  worin  dieses  erste  Concept  von  der  Sammlung
  abgehe,  die  wir  gedruckt  haben:  aber  in  Ansehung  der
Laodicenischen  Schlüsse  giebt  sie  keinen  Unterschied  an;  ich
vermuthe  also  billig,  daß  diese  eben  so  in  dem  ersien  Entwurf
  der  Dionysischen  Sammlung  gestanden  sind,  wie  in
den  heutigen  Ausgaben  des  Dionysius.  Doch  wenn  wir
auch  der  kritischen  Genauigkeit  der  Ballerini  nicht  trauen
wollten,  so  haben  wir  noch  einen  andern  Zeugen,  der  Dionysens
  Sammlung  gebraucht  hat,  ehe  P.  Jacharias  Veränderungen
  in  derselben  vorgenommen,  und  Hadrian  oder  irgend
  ein  andrer  Papst  Zusätze  gemacht  hatte.  Cresconius,
ein  Afrikanischer  Bischof,  der  zu  Ende  des  siebenten  Jahrhunderts
  lebte,  ordnete  die  Dionysische  Sammlung  nach  den  Materien:
  seine  Sammlung  ist  ganz  Dionysens  Sammlung,  nur
daß  die  Canones  anders  gesiellt  sind:  er  liefert  aber  den  neun
und  funfzigsten  Laodicenischen  Canon  gerade  mit  eben  den  Worten,
  7)  wie  wir  ihn  noch  heutzutag  in  Dionysens  Sammlung
  haben.  Wenn  ich  von  heutigen  Dionysischen  Ausgaben
  rede,  so  meine  ich  blos  bewährte  Ausgaben  des  Codir.

  H.  C.  I.  5.  3.  pag.  „w1  —3.

%  v.  Juelelli  bibl.  jur.  Cenon  veteris.  T.  I.  append.  pag.  82.
col.