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cis  caponum,  den  Papst  Hadrian  Karln  dem  Großen  schen!".
Es  ist  ausgemacht,  daß  diese  Hadrianeische  Sammlung  nichts
anders  war,  als  ein  etwas  veränderter  Dioupsius,  und  daß
es  auch  nicht  das  epitome  canonum  beim  Canisius  7)  ist,
auch  nicht  diejenige  Sammlung,  welche  der  Papst  an  den
Bischof  Angillarmn  von  Metz  geschickt  haben  soll.  Man  hat
von  dieser  Hadrianeischen  Sammlung  vollkommen  ächte  und
glaubwürdige  Abdrücke:  mit  diesen  stimmt  Cresconius  völligst
überein;  beide  haben  das  Verzeichniß  der  kanonischen  Bücher
nicht:  es  ist  mir  also  genug,  hieraus  bewiesen  zu  haben,
daß  es  nicht  erst  ein  Einfall  späterer  Zeiten  ist,  dieses  Verzeichniß
  hinwegzulassen,  und  daß  unter  mancherlei  Veränderungen,
  die  mit  dieser  Sammlung  vorgenommen  wurden,
wenigstens  bis  auf  Hadrians  I.  Zeiten  sie  sich  in  Ansehung
unseres  Canons  völlig  gleichförmig  geblieben.  In  nachfolgenden
  Zeiten  ist  es  bisweilen  durch  den  unverständigen  Fleiß  der
Abschreiber,  welche  Dionysische  Handschriften  aus  Isidorschen
verbesserten,  hinzu  gekommen,  wic  überhaupt  durch  die  Vermengung
  dieser  beiden  Uebersetzungen  noch  mehr  Verwirrung
angerichtet  worden  ist.  Noch  ili  also  übrig,  daß  ich  zeige,
wie  bewährte  Abdrücke  der  Hadrianeischen  Sammlung  das
Verxzeichniß  wirklich  nicht  haben.  Die  erste  Ausgabe  dieser
Sammlung  ist  von  Johann  Wendelstein  zu  Mainz  1525.
Er  legte  drei  Handschriften  dabei  zum  Grunde:  Zwei  derselbe
  waren  ächt  Hadrianeisch,  im  dritten  fanden  sich  solche
Zusätze  99),  die  einen  später  vermehrten  Coder  verrathen,
z.  B.  Jwei  Briefe  von  Cprill  an  den  Nestorius,  unter  dem

*)  Lection  antiq.  T.  2.  pag.  266.

ee)  S.  Wendelsteins  Vorreden  in  der  zweiten  Pthoeischen  Ausgabe.
  S.  89,  117.  188.  177.