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sammenhaug  der  Geschichte  glauben  wollte,  daß  Dionys
wirklich  ein  so  geschworner  Anhaͤnger  des  roͤmischen  Bischofs
gewesen,  und  daß  man  sich  schon  so  fruͤhe  solche  willkuͤhrliche
  Verbesserungen  erlaubt  habe,  so  haͤtte  ja  Dionys  seiner
Absicht  weit  gemäßer  gehandelt,  wenn  er  diejenigen  Buͤcher,
welche  zwar  Innocenz  in  seinem  Schreiben,  aber  der  Laodicenische
  Canon  nicht  hat,  in  den  letztern  hineingesetzt  bätte:
so  wäre  alsdenn  Innocenzs  Canon  durch  eines  der  ältesten
Coneilien  bestärigt  worden.  Betrüger  handeln  zwar  nicht
immer  systematisch:  aber  wenn  Dionys  in  die  Elasse  der
Betrüger  gehörte,  so  wäre  er  kein  Betrüger  gemeiner  Art,
sondern  ein  solcher,  der  seinen  Betrug  mit  genugsamer  Gelehrsamkeit
  zu  decken  wußte:  und  würde  in  diesem  Falle  ein
solcher  seine  Quellen  so  genau  und  umständlich  angeben,  als
Dionys  gethan  hat?  Es  ist  also  gewiß,  nicht  nur,  daß
Dionys  das  Laodicenische  Verzeichniß  der  kanonischen  Bücher
  in  seiner  Sammlung  gar  nicht  hatte,  sondern  auch,
daß  er  sie  in  den  griechischen  Handschriften,  aus  denen  er

mal  ist  der  Fall  ganz  unähnlich:  bier  ein  Bischof,  der  zu
Behauptung  des  Ansehens  seines  Stuhls  gerade  jetzt  geschwind
  ein  altes  Kirchengesetz  haben  wollte;  dort  ein  gelehrter
  Kritikus,  der  ohne  irgend  eine  Absicht,  blos  gebeten  von
einem  Freunde,  eine  Sammlung  von  Hirchengesetzen  macht.
Zweitene  ist  noch  gar  nicht  erwiesen,  ob  Zosimus  nicht  vielmehr
  der  Betrogene,  als  der  Betrüger  war.  Die  Ballerini
haben  in  der  oft  angeführten  Abhandlung  S.  59.  cc.  mit  den
wichtigsten  Gründen  dargethan,  daß  die  Sardicensischen  Kirchenschlüsse
  mit  den  Nicänischen  ehmals,  ganz  in  einem  Zulammenhange,
  ohne  Unterschied,  geschrieben  worden  sind.  Es
läßt  sich  wirklich  auch  sonst  die  große  Zuversicht  nicht  begreisen,
  womit  der  römische  Bischof  das  Resultat  der  genauesten
Untersuchungen  und  der  Gesandschaften  der  Asrikaner  abgewartet
  hat.