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übersetzte,  nicht  gefunden.  Hätte  ihn  auch  Gefälligkeit  gegen
den  römischen  Stuhl  zu  einer  solchen  Betrögerei  verleiten  koͤnnen,
  so  war  gewiß  Johann  von  Antiochien  derselben  nicht
ausgesetzt,  und  bei  den  beständigen  Zwistigkeiten  zwischen
dem  orientalischen  und  occidentalischen  Patriarchen  war  gewiß
  zu  erwarten,  daß,  wenn  der  laodicenische  Canon  etwas
nachtheiliges  für  die  Hoheit  des  rmischen  Stuhls  enthielte,
niemand  sorgfältiger  ihn  bemerken  würde,  als  ein  Grieche,
als  ein  Mann,  der  selbst  Candidat  des  Constantinopolitanischen
  Stuhls  war.  Johanns  von  Antiochien  und  Dionysens
  Sammlung  gehen  sonst  in  manchem  von  einander  ab:
auch  kann  der  eine  den  andern  nicht  vor  Augen  gehabt  haben;
  denn  sie  schrieben  fast  zu  gleicher  Zeit.  Johann  hat
85  apostolische  Canones,  und  diese  nahm  er,  wenn  man
wenigstens  aus  seinem  Stillschweigen  schließen  darf,  eben  so
an,  wie  die  übrigen  allgemein  als  ächt  erkannte  Concilienschlüsse.
  Dionys  nahm  nur  funfzig  an,  und  diese  halb  ungern:
  er  verhelt  es  nichr,  daß  sie  von  vielen  in  Zweifel  gezogen
  würden:  er  läßt  sie  nicht,  wie  die  übrigen  Concilienschlüsse,
  in  einer  Jahlenreihe  fortlaufen,  sondern  er  setzt  sie
ganz  vereinzelt  voraus.  Selbst  in  Ansehung  der  Materialien,
  die  sie  sammelten,  dachten  diese  beide  Männer  ganz
verschieden:  ist  also  nicht  die  Uebereinstimmung  ihrer  Zeugnisse
  hier  desio  wichriger?

&amp;#  13.

Ehe  ich  aufhöre,  von  der  Dionysischen  Uebersetzung  zu
reden,  muß  ich  noch  dreier  Handschriften  gedeuken,  wovon
uns  P.  Amort  im  zweiten  Theil  seines  luris  canonici?)

*)  Ulm  1757.  4.