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ter  gekommen  sind;  sondern  mit  dem  Fortgang  der  Jahre
wurden  sie,  oft  hauptsächlich  nach  der  Verschiedenheit  der
Länder,  wohin  sie  kamen,  mit  vielen  Zusätzen  bereichert.
Keine  dieser  Sammlungen  aber  scheint  mehrere  Veränderun,
gen  erlitten  zu  haben,  als  diese.  Es  ist  ein  merkwürdig
großer  Unterschied  zwischen  spanischen  und  gallischen,  oder
wenn  man  lieber  will,  französischen  Handschriften:  auch
läßt  sich  bei  diesen  beiden.  Arten  von  Handschriften  der
stufenweise  Zuwachs  derselben  periodenweise  bestimmen.  Eine
dieser  vermehrtern  Sammlungen,  deren  neuestes  Stück  die
Schlüsse  der  vierten  Toledischen  Synode  vom  Jahr  633
waren,  wurde  von  dem  berühmten  Isidor,  Bischof  von  Sevilien,
  entweder  selbst  veranstaltet,  oder  wenigstens  unter  seiner
  Auktorität.  Der  sehr  gemeinen  Meinung,  daß  das  erstere.
richtig  sey,  kann  man's  zuschreiben,  daß  jener  bekannte  Betrüger,
  der  acht  ganzer  Jahrhunderte  hindurch  ganz  Europa
auf  das  abscheulichste  täuschte,  diese  spanische  Sammluns
in  sein  Luͤgenmagazin  aufnahm.  *
Isidorsche  Uebersetzung  heißt  also  weder  eine  solche,  die
der  berühmte  Isidor  selbst  verfertigte,  noch  eine  solche,  die
des  Pieudoisidorus  Werk  ist.  Beide  fanden  sie  längsiens
schon  in  ältern  Sammlungen;  aber  weil  sich  diese  Uebersetzung
  hauptsächlich  durch  Pseudoisidorn  ausbreitete,  so  bekam
  sie  Isidors  Namen.  Die  Benennung  ist  freilich  unbequem,
  aber  schwer  zu  ändern,  weil  sie  allgemein  angenommen
  ist;  ich  werde  sie  also  beibehalten  müssen.  Pseudoisidor
war  ein  Wesifranke,  und  bediente  sich  also,  wie  man  auch
aus  der  Vergleichung  selbst  sieht,  gallischer  Handschriften.
Nun  sind  die  gallischen  Handschriften  dieser  Sammlung
theils  voll  willköhrlich  verbesserter  Lesearten,  theils  haben  sie
mehrere  Zusätze  und  Dokumente,  als  in  den  spanischen