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Handschriften  stehen:  und  Pfeudoisidor  legte  bei  seiner  Sammlung
  nicht  obige  zum  Grunde,  in  der  die  vierte  Toleder
Sypnode  das  letzte  Stück  war,  sondern  eine  viel  vermehrtere,
worin  sogar  noch  eine  Synode  zu  Braga  vom  Jahr  675
siund.  Der  wahre  Isidor  starb  636,  und  dieser  Beträger
läßt  ihn  noch  Schlüsse  vom  Jahr  675  in  seine  Sammlung
einrücken:  war  er  seines  Betrugs  so  sicher,  vder  war  man.
damals  gewohnt,  solche  vermehrte  Sammlungen  zimmer  noch
unter  dem  alten  Namen  fortzuführen?

Alle  unsere  Conciliensammler  haben  die  Isidorsche  Uebersetzung
  der  Laodicenischen  „Schlüsse  aus  der  Sammlung
des  Pseudoisidorus  genommen:  und  da  dieser  das  Verzeichniß
  der  kanonischen  Bücher;  als:  einen  Aunhang  des  neun
und  funfzigsten  Canons,  hat,  so  haben  sie  es  alle  nachgeschrieben,
  ohne  die  geringste  Anzeige,  daß  irgend  eine  Handschrift
  der  Isidorschen  Ueberselzung  andere  Lescarten  habe.
Selbst.  Mausi,  dessen  Sammlung  seine  Vorgänger  sonst  in
manchem  Betrachte  so  weit  zurück  läßt,  selbst  dieser  hat  weder
  Quesnels  Arbeit,  noch  die  von  den  Ballerini  gesammelte.
  Varianten  benutztz.  und  doch  ist  der  letztern  krirische.
Ausgabe  des  codicis  -  ti  „im  dritten
Theil  der  Werke  Leo  des  Großen,  zwei  Jahre  vor  dem  ersten-Band
  der  Mansischen  Coucilien  herausgekommen.  Die  bisher
  allgemein  angenommene  und  ganz  gewöhnliche  Leseart
der  Isidorschen  Uebersetzung  ist  also  aus  einer  gallischen
Handschrifr.,  die,  durch-viele  willkührlich  gewählte  Lesearten
entstellt,  hie  und  da  #wichtige  Zusätze  von  den  Abschreibern
bekommen  hat.  Pseudvistdor  lebte  wahrscheinlich  zu  Anfang
des  neunten  Jahrhunderts:  man  setzt  ihn  nach  dem  Jahr
320  ;  weil  er  rinige  Schlüsse  der  Pariser  :  Synode  dieses
Jahrs  wörtlich  in  seiner  Sammlung  hat.  Stammt  also