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Zeugniß:  hier  soll  die  Leseart  eines  gallischen  Codex  für
den  wahren  Isidorschen  Tert  entscheiden.  Nun  sind  aber
der  oxfordsche  und  thuaneische  Coder  dem  Zeugniß  des  wienerischen
  zuwider:  ich  will  gern  zugeben,  daß  der  orfordsche
von  keiner  sonderlichen  Auktorität  sey:  aber  den  thuaneischen
loben  die  Ballerini  selbst  als  bewährt  5).  Viclleicht  hat
der  ewige  Widerspruchsgeist  gegen  Quesnel,  den  sie  oft  etwas
unbillig  aͤußern,  zu  dem  Urtheil  einiges  beigetragen,  daß  sie
den  von  ihnen  verglichenen  wienerischen  Coder,  so  wie  fast
veständig,  also  auch  hier,  vorziehen.

2.  Doch  auch  zwei  sehr  alte  italiänische  Sammlungen
stimmen  für  die  Beibehaltung  des  Verzeichnisses  der  kanonischen
  Bücher.

Um  von  ihrem  Zeugniß  mit  Gewißheit  urkheilen  zu
konnen,  muß  man  die  übrige  Beschaffenheit  dieser  Handschriften
  wissen.

Die  Veronesische  ist  nichts  weniger,  als  Copic  einer
gewissen  alten  Handschrift,  sondern  ein,  wie  aus  allem  erhellt,
  höchst  unwissender,  Diakonus,  Theodosius,  setzte  aus
mehreren  Codicibus  und  Sammlungen,  die  er  vor  sich
hatte,  einen  Codex  zusammen,  nahin  sich  die  Freiheit  zu
verbessern:  und  da  unter  allen  berglichenen  Codicibus  dieser
einzige  die  Apokalypse  in  das  Verzeichniß  der  kanonischen
Bücher  setzte,  so  kann  man  schon  auf  die  kritische  Genauigkeit
  des  Mannes  schließen  **).

4  Praef.  ad  codicem  canon,  ecclesisslicor.  Pag.  lo.  anliquior
et  probse  notse  codex.

xx)  Der  Abschreiber  des  Codex  oder  der  Verfasser  dieser  Sammlung
  giebt  alle  diele  datla  in  der  Schlußanmerkung  seines